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Ehrenamt als „Herzschlag des Karnevals“:Ökumenischer Gottesdienst für Karnevalisten im Kölner Dom

Karnevalistengottesdienst 2026 im Kölner Dom
Datum:
8. Jan. 2026
Von:
Newsdesk/hms
Mit einem großen „Dankeschön“ an alle Ehrenamtlichen hat Stadtdechant Monsignore Robert Kleine den ökumenischen Gottesdienst für alle Karnevalisten im Kölner Dom eröffnet.

In seiner Predigt stellte er das freiwillige Engagement als tragende Säule des Kölner Karnevals heraus – und zugleich als gelebten Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Damit griff Kleine bewusst das Sessionsmotto "Alaaf – Mer dun et för Kölle!" auf und rückte vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die oft im Hintergrund wirken.

Karneval lebt durch ehrenamtliches Engagement

Der Karneval, so Kleine, werde von außen häufig als Abfolge von Sitzungen, Umzügen, Musik und bunten Kostümen wahrgenommen. Was man nicht sofort sehe, sei der enorme Einsatz Tausender Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren: in Gesellschaften, bei der Organisation der Sitzungen, Umzüge und Veedelsveranstaltungen sowie auch im sozialen Bereich. "Der Kölner Karneval funktioniert nur, weil sich so viele Menschen freiwillig einbringen", betonte der Stadtdechant. Damit knüpfte er an ein biblisches Bild des Apostels Paulus an: Viele Glieder, ein Leib – viele Begabungen, ein gemeinsames Ziel.

Von Heiliger Schrift zu kölscher Musik

Kleine spannte in seiner Ansprache einen weiten Bogen von der Heiligen Schrift bis zur kölschen Musik. Lieder von Brings, den Bläck Fööss oder Kasalla seien weit mehr als Stimmungsmacher. Sie erzählten vom gemeinsamen Tragen von Verantwortung, vom Zusammenhalt über Generationen hinweg und davon, dass Köln nicht aus Steinen bestehe, sondern aus Menschen. Ehrenamt bedeute dabei nicht, bloß an Traditionen festzuhalten, sondern sie lebendig weiterzugeben. Dies schließe ein, offen für Veränderungen zu sein, damit auch kommende Generationen ihren Platz im Karneval finden könnten.

Ökumenische Segnung der Sessionskerze

Im Karnevalistengottesdienst, den auch der evangelische Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger mitleitete, wurde traditionell die Sessionskerze gesegnet und entzündet. Sie wurde durch das Kinderdreigestirn gestaltet und zeigt in diesem Jahr helfende Hände, Kinder, das Kreuz und die Stadtsilhouette. Unter den Segen mit Weihwasser stellte sich auch Christoph Kuckelkorn. Der scheidende Präsident des Festkomitees Kölner Karneval zeigte sich während des Gottesdienstes sichtlich gerührt. Er erhielt besonderen Dank.

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