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Begegnung, geistlicher Austausch und Vertiefung der Freundschaft:Priesterdelegation aus dem Bistum Versailles zu Gast im Erzbistum Köln

Voyage de Cohesion im Dom
Datum:
29. Jan. 2026
Von:
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Rund 100 Priester aus dem französischen Bistum Versailles waren vom 26. bis 29. Januar 2026 zu Besuch in Köln. Angeführt wurde die Delegation von Bischof Luc Crepy und Generalvikar Pierre Delort-Laval. Die mehrtägige Reise diente der Stärkung der Verbundenheit des Bischofs von Versailles mit seinen Priestern, aber auch dem persönlichen Kennenlernen und dem intensiven Austausch über pastorale, kirchliche und gesellschaftliche Fragestellungen.

Begegnung und Austausch

Im Mittelpunkt der Begegnungen stand der gegenseitige Erfahrungsaustausch: Wie gehen Kirche und Seelsorge in Deutschland und Frankreich mit gesellschaftlichen Umbrüchen um? Welche pastoralen Ansätze tragen heute – und was können die Ortskirchen voneinander lernen? Diese Fragen prägten Gespräche und Vorträge während des gesamten Programms.

Ein besonderer Höhepunkt war das Zusammentreffen der Delegation mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Im Kölner Priesterseminar betete man gemeinsam. Kardinal Woelki stellte den Gästen Kernelemente der Vision für die Kirche von Köln und der Pastoralen Schwerpunktsetzung vor: „Wir wollen klug und überlegt, aber vor allem mutig und zuversichtlich von einem Modus des Systemerhalts in einen Modus der Evangelisierung wechseln. Wir wollen eine Kirche sein, die aus der Begegnung mit Jesus Christus lebt, die Menschen in die Nachfolge Jesu ruft und sie befähigt und begeistert, seine Zeugen in der Welt zu sein.“ Anschließend widmete man sich sich dem Austausch über aktuelle Herausforderungen der Kirche. Auch Generalvikar Msgr. Guido Assmann nahm sich gerne Zeit für den intensiven Dialog mit den Gästen aus Versailles.

Geistliches und kulturelles Programm

Das Besuchsprogramm der „voyage de pèlerinage“ (Pilgerreise) und „voyage de cohésion“ (Reise des Zusammenhalts) verband geistliche Impulse mit Einblicken in Geschichte und Kultur des Erzbistums Köln: Neben gemeinsamen Gottesdiensten, unter anderem im Kölner Dom am Schrein der Heiligen Drei Könige, gab es Führungen durch den Dom, einen Besuch der Dominikanerkirche St. Andreas sowie einen Empfang im Museum Kolumba. Darüber hinaus fand ein Studientag im Maternushaus statt.

Freundschaft in der Weltkirche

Der Besuch der französischen Delegation setzte insgesamt ein sichtbares Zeichen gelebter deutsch-französischer und europäischer Freundschaft und unterstrich die Bedeutung internationaler Begegnungen der Weltkirche.

Bischof Luc Crepy aus Versailles bewertete den Besuch sehr positiv: „Ich kann im Namen aller unserer Priester, die an dieser Reise teilnehmen, sagen, dass wir glücklich und zufrieden sind nach den vier Tagen hier in Köln und mit dem Empfang durch das Erzbistum Köln, den Herrn Kardinal und den Herrn Generalvikar. Die Reise nennt sich ja eine ‚Reise des Zusammenhaltes‘ und hat auch das Ziel, dass sich die Priester unseres Bistums dabei besser kennenlernen. Dazu war diese Reise sehr gut geeignet, die uns in kultureller und kirchlicher Hinsicht außerordentlich bereichert hat.“  

Der Kölner Generalvikar Guido Assmann resümierte: „Ich finde die Idee hervorragend, dass der Bischof sich mit seinen Priestern, seinem Presbyterium, die Zeit nimmt, intensiv zu leben, zu beten, neue Erfahrungen zu sammeln. Es ist immer wieder schön, zu erleben, dass unsere katholische Kirche weltweit vertreten ist und auch überall dieselben Fragen gestellt werden: Wie können wir den Glauben leben, ihn gut verkündigen? Was ist unser Dienst? Und dann voneinander zu hören und zu lernen: Was macht die Ortskirche von Versailles, was macht die Ortskirche von Köln? Ich habe von vielen Gästen gehört, dass sie für uns beten – das werden wir umgekehrt auch tun.“

Voyage de cohesion, Besuch der Priester aus Versailles im Kolumba

Gemeinsames Singen im Kolumba-Museum

Die Priesterdelegation aus Versaille besuchte am 27. Januar das erzbischöfliche Kunstmuseum Kolumba. Ein besonderer Moment war das gemeinsame Singen, der in diesem Video eingefangen wurde.

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Pasteur Pierre Amar, Pfarrei Saint-Symphorien, Versailles, im Kölner Dom, 29.01.26

Interview mit Pasteur Pierre

Lieber Pasteur Pierre, wie haben Sie die Reise nach Köln erlebt?

Beeindruckend. Da ist zunächst einmal die Bedeutung der Geschichte. Von den Heiligen Drei Königen bis hin zu Edith Stein und all den anderen Heiligen. Die Bedeutung der Geschichte in Köln hat mich sehr beeindruckt. Dann die Struktur. Die Größe der Diözese Köln ist für einen französischen Priester, der aus einer kleineren Diözese kommt, sehr beeindruckend. Aber im Grunde genommen ist es trotz aller Unterschiede immer derselbe Geist, der uns die Mission der Kirche, die Verkündigung des Heils Gottes, die Verkündigung der Liebe Gottes, auferlegt. Über alle Unterschiede hinweg verbindet uns also die gleiche Hoffnung, die Verkündigung des Evangeliums.

Ich war erstaunt und habe es bei mehreren Gelegenheiten erlebt, dass Ihre Gruppe ungewöhnlich gut und gerne singt. Wie kommt das?

Es ist wirklich ein großes Geschenk, dass es unter den französischen Priestern viele Musiker gibt. Viele von uns spielen ein Instrument. Ich selbst spiele Geige, und wir haben auch gute Sänger, denn viele von ihnen waren früher Chorknaben, in Knabenchören oder Gesangsgruppen. Das ist also eine Gnade und bereichert die Liturgie sehr. Und Sie wissen ja, dass der heilige Augustinus sagte, dass Singen doppeltes Beten ist. Also beten wir doppelt.

Waren Sie zum ersten Mal in Köln?

Nein. Ich war schon vor 20 Jahren zum Weltjugendtag in Köln. Ich war ein ganz junger Priester. Ich war, glaube ich, seit drei Jahren Priester und habe zusammen mit all den jungen Menschen die große Gemeinschaft der Kirche um Papst Benedikt XVI. gesehen, der ein ganz neuer Papst war. Das war eine große Freude. Hätte man mir damals gesagt, dass ich 20 Jahre später wieder nach Köln zurückkehren würde, hätte ich das nie geglaubt. Es ist also ein schönes Geschenk, eine große Freude, Köln wiederzusehen, bei anderen Temperaturen, aber es ist immer noch da. Es gibt immer noch dieselbe Freude, denselben Glauben, und das ist sehr schön. Und ich danke der Diözese Köln noch einmal, 20 Jahre später, für ihre Gastfreundschaft.

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