
© Erzbistum Köln / Lengert
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Im Mittelpunkt der Begegnungen stand der gegenseitige Erfahrungsaustausch: Wie gehen Kirche und Seelsorge in Deutschland und Frankreich mit gesellschaftlichen Umbrüchen um? Welche pastoralen Ansätze tragen heute – und was können die Ortskirchen voneinander lernen? Diese Fragen prägten Gespräche und Vorträge während des gesamten Programms.
Ein besonderer Höhepunkt war das Zusammentreffen der Delegation mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Im Kölner Priesterseminar betete man gemeinsam. Kardinal Woelki stellte den Gästen Kernelemente der Vision für die Kirche von Köln und der Pastoralen Schwerpunktsetzung vor: „Wir wollen klug und überlegt, aber vor allem mutig und zuversichtlich von einem Modus des Systemerhalts in einen Modus der Evangelisierung wechseln. Wir wollen eine Kirche sein, die aus der Begegnung mit Jesus Christus lebt, die Menschen in die Nachfolge Jesu ruft und sie befähigt und begeistert, seine Zeugen in der Welt zu sein.“ Anschließend widmete man sich sich dem Austausch über aktuelle Herausforderungen der Kirche. Auch Generalvikar Msgr. Guido Assmann nahm sich gerne Zeit für den intensiven Dialog mit den Gästen aus Versailles.
Das Besuchsprogramm der „voyage de pèlerinage“ (Pilgerreise) und „voyage de cohésion“ (Reise des Zusammenhalts) verband geistliche Impulse mit Einblicken in Geschichte und Kultur des Erzbistums Köln: Neben gemeinsamen Gottesdiensten, unter anderem im Kölner Dom am Schrein der Heiligen Drei Könige, gab es Führungen durch den Dom, einen Besuch der Dominikanerkirche St. Andreas sowie einen Empfang im Museum Kolumba. Darüber hinaus fand ein Studientag im Maternushaus statt.
Der Besuch der französischen Delegation setzte insgesamt ein sichtbares Zeichen gelebter deutsch-französischer und europäischer Freundschaft und unterstrich die Bedeutung internationaler Begegnungen der Weltkirche.
Bischof Luc Crepy aus Versailles bewertete den Besuch sehr positiv: „Ich kann im Namen aller unserer Priester, die an dieser Reise teilnehmen, sagen, dass wir glücklich und zufrieden sind nach den vier Tagen hier in Köln und mit dem Empfang durch das Erzbistum Köln, den Herrn Kardinal und den Herrn Generalvikar. Die Reise nennt sich ja eine ‚Reise des Zusammenhaltes‘ und hat auch das Ziel, dass sich die Priester unseres Bistums dabei besser kennenlernen. Dazu war diese Reise sehr gut geeignet, die uns in kultureller und kirchlicher Hinsicht außerordentlich bereichert hat.“
Der Kölner Generalvikar Guido Assmann resümierte: „Ich finde die Idee hervorragend, dass der Bischof sich mit seinen Priestern, seinem Presbyterium, die Zeit nimmt, intensiv zu leben, zu beten, neue Erfahrungen zu sammeln. Es ist immer wieder schön, zu erleben, dass unsere katholische Kirche weltweit vertreten ist und auch überall dieselben Fragen gestellt werden: Wie können wir den Glauben leben, ihn gut verkündigen? Was ist unser Dienst? Und dann voneinander zu hören und zu lernen: Was macht die Ortskirche von Versailles, was macht die Ortskirche von Köln? Ich habe von vielen Gästen gehört, dass sie für uns beten – das werden wir umgekehrt auch tun.“
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