Lesejahr A | 4. Sonntag im Jahreskreis

4. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

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Bibeltext: Mt 5, 1-12a

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In Leichter Sprache

Jesus erzählt, welche Menschen
Gott besonders lieb hat.
Einmal waren viele Menschen bei Jesus.
Jesus stieg auf einen Berg.
So konnten alle Menschen Jesus sehen.
Und hören.

Jesus setzte sich hin.
Jesus fing an zu erzählen.
Jesus sagte:

Einige Menschen hat Gott besonders lieb.

– Einige Menschen können keine großen Sachen machen.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
Weil diese Menschen nahe bei Gott sind.

– Einige Menschen sind traurig.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
Weil Gott die Menschen trösten will.

– Einige Menschen sind immer freundlich.
Auch wenn es Ärger gibt.
Diese Menschen machen keine Schlägereien.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
Weil eines Tages im ganzen Land Frieden ist.
 
– Einige Menschen möchten, dass alle Menschen gerecht behandelt
werden.
Aber das schaffen die Menschen nicht alleine.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
Weil Gott selber sorgt, dass alle Menschen gerecht behandelt
werden.
 
– Einige Menschen sind gut zu den anderen Menschen.
Diese Menschen sind barmherzig.
Die barmherzigen Menschen dürfen sich freuen.
Weil Gott auch barmherzig ist.
 
– Einige Menschen haben ein reines Herz.
Ein reines Herz bedeutet:
Die Menschen freuen sich über Gott.
Und über alles, was Gott gemacht hat.
Die Menschen mit dem reinen Herz dürfen sich freuen.
Weil diese Menschen Gott anschauen dürfen.
 
– Einige Menschen sind friedlich.
Diese Menschen sorgen für den Frieden.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
Weil Gott bei ihnen ist.
 
– Einige Menschen sind immer ehrlich.
Andere Leute wollen das nicht.
Die anderen Leute schicken die ehrlichen Menschen ins Gefängnis.
Die ehrlichen Menschen dürfen sich freuen.
Weil Gott immer bei den ehrlichen Menschen ist.
 
– Einige Menschen erzählen den anderen Leuten von Gott.
Aber die Leute wollen nichts von Gott hören.
Die Leute lachen die anderen Menschen aus.
Die Leute schimpfen mit den anderen Menschen.
Oder die Leute schicken die Menschen ins Gefängnis.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
Und froh zu Gott beten.
Diese Menschen können Gott im Herzen fühlen.
Gott belohnt diese Menschen.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

„Viel Glück!“ wünschen dir Mama oder Papa sicher, wenn du in der Schule eine Arbeit schreiben musst. Der Evangelist Matthäus schreibt in der Bibelstelle vom heutigen Sonntag auch von „Glückwünschen“. In der Bibel nennt man sie „Selig-Preisungen“. Aber die, die Jesus da ‚selig’ preist, scheinen nicht so besonders glücklich zu sein: von Armen ist die Rede, von Trauernden und von Hungernden.

Ist es nicht gemein, Menschen in Not zu sagen, dass sie selig, also ‚glücklich’ sind? Damals, zur Zeit Jesu, galten Armut und Not als eigenes Verschulden. Reichtum und Ruhm wurden dagegen als Zeichen verstanden: Gott ist mit diesen Menschen!

 

Doch Jesus sagt es genau anders herum: Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich! So macht er den Notleidenden Mut: eure Notlagen sind nicht gottgewollt. Gott liebt euch. Nach Gottes Willen soll es anders sein!

Die Menschen bekommen Hoffnung und Mut: wer weiß, dass er von Gott geliebt ist, der kann sein Leben in die Hand nehmen. Und kann sich zusammen mit anderen für eine gerechtere und glücklichere Welt einsetzen. Auch heute noch!

 

(Efi Goebel)

Für Erwachsene:

„Herzlichen Glückwunsch!“ Das hätte jeder hebräisch oder griechisch sprechende Zuhörer Jesu gehört. Das Eigenschaftswort „selig“ klingt in unseren Ohren etwas unklar und legt den Verdacht nahe, die Hungernden und Durstleidenden sollten hübsch brav und duldsam bleiben. Ein solches Verständnis wäre nicht nur zynisch, sondern vor allem überhaupt nicht im Sinne Jesu. Anders gesagt: Außerhalb des Glaubens können sich die Leidenden auf eine kommende Belohnung vertrösten lassen.

Innerhalb des Glaubens verstanden gilt der Glückwunsch Jesu schlicht allen Glaubenden. Denn an die grenzenlose Liebe Gottes zu jedem Menschen zu glauben, bedeutet, arm im Geiste zu sein, also zu wissen, dass man vor Gott nichts vorzuweisen hat, mit dem man sich seine Gemeinschaft verdienen könnte. Zu glauben bedeutet auch, sanftmütig zu sein, denn wer gehört und verstanden hat, in Gottes unüberbietbarer Liebe ganz geborgen zu sein, wird nicht mehr seiner Angst um sich folgen und gewalttätig werden sondern großzügig und liebevoll handeln. In biblischer Sprache ausgedrückt: ein reines Herz haben und friedfertig sein. Zu glauben bedeutet darum auch, von Menschen außerhalb des Glaubens missverstanden, beneidet oder gar angefeindet zu werden. Christen sind nicht erpressbar. Sie wissen sich schon hier und jetzt im Himmel, in der nicht mehr steigerbaren Gegenwart Gottes, aus der nichts und niemand herausreißt. Das hat einen Glückwunsch verdient.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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