Lesejahr A | 2. Adventssonntag

2. Adventsonntag - Lesejahr A

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Bibeltext: Mt 3, 1 - 12

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In Leichter Sprache

Johannes hilft den Menschen, dass sie sich für Gott vorbereiten.
 
Die Leute wussten noch nicht, dass Jesus kommt.
Nur einer wusste Bescheid.
Das war Johannes.
Johannes war ein Prophet.
Ein Prophet ist ein Mensch, der in seinem Herzen mit Gott redet.
Der Prophet erzählt den anderen Menschen, was Gott im Herzen
gesagt hat.
 
Johannes stellte sich in der Wüste hin.
In der Wüste ist viel Platz.
Und viel Sand.
Johannes rief laut:

Bald kommt der Sohn von Gott zu euch.
Macht euch bereit.
Macht eure Herzen bereit.
 
Viele Menschen kamen zu Johannes.
Die Menschen sagten die bösen Gedanken, die in ihrem Herzen waren.
Die Menschen wollten ein gutes Herz haben.
Damit Gott in ihr Herz kommen kann.
 
In der Nähe von Johannes war ein Fluss.
In dem Fluss war viel Wasser.
Johannes taufte die Menschen in dem Wasser.
Taufen heißt:
Die Menschen in Wasser tauchen.
Und dabei beten.
Johannes sagte:

Ich kann euch nur mit Wasser waschen.
Wenn Jesus kommt, bringt Jesus den Heiligen Geist mit.
Der Heilige Geist wäscht euer Herz rein.
Der Heilige Geist wäscht alle bösen Gedanken weg.
Freut euch auf Jesus.
Jesus ist viel stärker als ich.
Jesus kann euch viel besser helfen, damit ihr für Gott bereit seid.
 
Einige Religions-Gelehrte lachten über Johannes.
Johannes schimpfte.
Johannes sagte:

Ihr seid dumme Religions-Gelehrte.
Ihr denkt, ihr müsst euch nicht auf Jesus vorbereiten.
Aber das ist falsch.
Jesus kann in jedes Herz hinein sehen.
Jesus weiß genau, wer sich vorbereitet hat.
Alle, die sich vorbereitet haben, können sich freuen.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Eines Tages trat ein Mann in Israel auf und redete zu den Menschen. Sein Name war Johannes. Er war ein Verwandter von Jesus und ein bisschen älter als er.
Johannes sah, dass die Menschen nicht gut miteinander lebten. Er sagte ihnen: Euer Handeln ist nicht gut. Gott wird kommen. Bereitet euch darauf vor. Passt auf, dass es euch dann nicht wie einem unfruchtbaren Baum geht: er wird gefällt, ins Feuer geworfen und verbrannt.
Und er sagt zu den Menschen: Zeigt durch euer Tun, dass ihr Kinder Gottes seid! Wenn euch eure Fehler Leid tun, dann sagt es und macht es ab jetzt besser.
Johannes steigt in den Jordan-Fluss. Er lädt die Menschen ein, ihm zu folgen. Er taucht sie ganz unter. Die Menschen verstehen: Alles Böse wird von uns abgewaschen. Wir können ein neues Leben als Gotteskinder beginnen und nach Gottes Willen leben.
Dann sagt Johannes: Ich bereite den Weg eines anderen vor, der stärker ist als ich. Ich taufe euch mit Wasser. Er wird euch mit dem heiligen Geist taufen und euch das Feuer der Kraft und Liebe schenken. Der Sohn Gottes selber wird es sein.
Johannes spricht von Jesus. Bald wird er kommen und den Menschen sagen: Habt keine Angst mehr. Gott liebt euch. Wer geliebt wird, der kann auch andere lieben und gut zu ihnen sein.

 

(Efi Goebel)

Für Erwachsene:

Johannes der Täufer steht zwar ganz am Beginn des Neuen Testaments, aber noch mit einem Bein im Alten Testament, weil er die Frohe Botschaft von Gottes grenzenloser Liebe zu allen Menschen noch nicht kennt. Erst mit Jesus Christus, dem menschgewordenen Wort Gottes, kommt die Botschaft in die Welt. Aber das geschieht erst einige Zeilen später.

Warum dann die Geschichte von Johannes, wenn er doch nicht die Erlösung predigt? Ganz einfach: Johannes macht deutlich, warum die Menschen überhaupt erlöst werden müssen.

Der Grund für unsere Erlösungsbedürftigkeit ist ja schlicht die Tatsache, dass wir gerne gute Menschen wären, aber das einfach nicht auf Dauer schaffen. Eigentlich ist uns bei jeder Beichte klar, dass es noch nicht die letzte gewesen sein wird. Was uns immer wieder beherrscht, ist die Angst um uns. Die Angst, nicht genug zu haben, nicht genug zu sein, nicht genug zu lieben und geliebt zu werden, kurzum, dass genug nie genug ist. Diese Angst wurzelt letztlich in dem Wissen, sterblich zu sein. Die begrenzte Lebensfrist zwingt uns, jeden möglichen Vorteil mitzunehmen, sei er moralisch erlaubt oder auch nicht.

Johannes der Täufer legt seinen Finger in diese Wunde. Denn nur, wer sich seiner Sündhaftigkeit bewusst ist, kann die Erlösung annehmen. Und nur das Wissen, in Gottes grenzenloser Liebe immer und überall geborgen zu sein, erlöst von der Macht der Angst. Doch dazu muss die Angst erst einmal angeschaut werden. Dazu fordert Johannes auf. Was in moderner Sprache heißt „Denk über Deine zwanghafte Neigung zur Sünde nach!“ heißt bei Johannes „Bereitet dem Herrn den Weg!“

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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