Lesejahr A | 2. Sonntag nach Weihnachten

2. Sonntag nach Weihnachten - Lesejahr A

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Bibeltext: Joh 1,1-18

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Für Kinder:

Der Text des heutigen Evangeliums klingt geheimnisvoll. Der Evangelist Johannes beginnt mit diesen für uns heute so schwer zu verstehenden Worten den Bericht über das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu. Er macht das ganz anders, als die anderen Evangelisten: er erzählt nichts von der Geburt, also vom Anfang des Lebens Jesu auf Erden. Trotzdem ist es eine ‚Anfangs-Geschichte’: Johannes will gleich Beginn zu sagen, wer dieser Jesus ist, von dem er berichtet. So erzählt er:

Gott hat die ganze Welt geschaffen. Er ist der Schöpfer, manche sagen ‚Vater’, der Welt und von allem, was auf ihr ist. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden: er lebte und wirkt in der Welt.  Nach Tod und Auferstehung hat Gott den Heiligen Geist gesandt: er macht den Menschen Mut, in dieser Welt zu leben und zu handeln.

Licht und Wort, zwei Worte, die in dieser Bibelstelle besonders auffallen: Johannes meint mit ihnen zugleich Gott und Jesus Christus, Gottes Sohn. Und so kann der Täufer Johannes, von dem auch schon im Advent in den Gottesdiensten erzählt wurde, sagen: das wahre Licht kam in die Welt. Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Der Beginn des Evangeliums nach Johannes ist also eine Anfangs-Geschichte vom Leben Jesu in dieser Welt, die noch viel früher beginnt als mit der Geburt des historischen Jesus.

 

(Efi Goebel)

Für Erwachsene:

Der Beginn des Johannesevangeliums erscheint vielen Christen völlig unverstehbar. Allerdings völlig zu unrecht.

Johannes, der große Theologe unter den vier Evangelisten, erklärt schlicht die Dreifaltigkeit Gottes. Das muss am Anfang des Evangeliums stehen, sonst kann man die Rede von Vater, Sohn und Heiligem Geist nicht verstehen.

Gott wird zunächst als der Schöpfer aller Dinge beschrieben. Damit steht er allerdings außerhalb der Schöpfung und hat nichts gemeinsam mit ihr. Es wäre nicht einmal denkbar, dass er sich uns mitteilen könnte. Darum wird Gott als seine eigene Botschaft bezeichnet. Gott ist sein eigenes Wort. In heutiger theologischer Sprache gesagt: Gott ist Selbstmitteilung. Das Wort von Gottes grenzenloser Liebe zu jedem Menschen in jeder Situation ist Gott selbst. Der Mensch hat Worte, Gott ist sein Wort.

Später spricht das Evangelium dann von Gott-Vater und Gott-Sohn. Das Wort, das Gott selbst ist, wird Mensch und erscheint als Jesus Christus in unserer Welt. Damit kommt die Botschaft in verstehbarer Weise bei uns an und bleibt bei uns.

Und der Heilige Geist? Er ist das Verhältnis zwischen Gott-Vater und Gott-Sohn, also die reine, ewige, alles umfassende Liebe, die selbst Gott ist. Wir Christen wissen, dass wir im Heiligen Geist sind, wenn Christus bei uns ankommt. Das ist die Fülle unseres Glaubens, das ist Gnade und Wahrheit. Sagt schon Johannes.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

In Leichter Sprache

Ein Gedicht, dass Gott die Welt erschaffen hat.
Als Jesus geboren war, freuten sich viele Menschen.
Die Menschen haben gesungen und gebetet.
Ein Mann hat ein Gedicht geschrieben.
Das Gedicht ist schwer zu verstehen.
Aber es ist ein schönes Gedicht.
Es ist ein Weihnachts·gedicht.
Das Gedicht steht in der Bibel.
So geht das Gedicht:
 
Gott hat die Welt erschaffen.
Wie hat Gott die Welt erschaffen?
Gott hat die Welt mit seinem Wort erschaffen.
Gott hat gesprochen:

Die Erde und der Himmel sollen werden.
Da war die Welt erschaffen.
 
Das Wort von Gott hat alles erschaffen.
Weil Gott gesprochen hat.
Ohne das Wort von Gott ist überhaupt nichts erschaffen.
 
Das Wort von Gott war von Anfang an da.
Gott ist selber das Wort.
 
Das Wort von Gott macht alles lebendig.
Das Wort von Gott ist das Leben.
Das Wort von Gott macht alles hell.
Das Wort von Gott ist das Licht.
 
Gott hat die ganze Welt erschaffen.
Die ganze Welt gehört Gott.
Alle Menschen gehören zu Gott.
Und Gott gehört zu den Menschen.
Gott wohnt bei den Menschen.
 
Gott schickte Johannes in die Welt.
Johannes sollte den Menschen erzählen:
- Gott hat die Welt erschaffen.
- Die ganze Welt gehört Gott.
- Die Menschen gehören zu Gott.
- Gott hat die Menschen lieb.
 
Viele Menschen haben Johannes ausgelacht.
Die Menschen wollten Johannes nicht glauben.
 
Gott hat Jesus geschickt.
Jesus kommt von Gott.
Jesus bringt das Licht in die Welt.
Jesus ist selber das Licht.
Viele Menschen wollten das Licht nicht sehen.
Viele Menschen wollten Jesus nicht glauben.

Aber:
Viele Menschen glauben Jesus trotzdem.
Diese Menschen sind froh in ihrem Herzen.
Diese Menschen sind glücklich.
Diese Menschen wissen:
Gott hat uns lieb von Anfang an.
Immer.
Das ist die Wahrheit.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

 


 

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