Lesejahr A | Taufe des Herrn

Taufe des Herrn - Lesejahr A

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Bibeltext: Mt 3, 13-17

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In Leichter Sprache

Johannes tauft Jesus.
Die Menschen wollten ihr Herz für Gott bereit machen.
Dafür gingen die Menschen zu Johannes.
Johannes war an einem Fluss.
In dem Fluss war Wasser.
Johannes sollte den Menschen Wasser über den Kopf gießen.

Die Menschen sagten:

Das Wasser ist ein Zeichen.
Das Zeichen bedeutet:
Wir wollen uns für Gott bereit machen.
Für Gott bereit machen heißt: taufen.
Eines Tages ging Jesus zu Johannes.
Johannes sollte Jesus taufen.
Johannes war verwundert.
Johannes sagte:

Das geht nicht.
Du bist Jesus.
Du kommst von Gott.
Ich muss dich nicht taufen.
Du musst mich taufen.
Jesus sagte zu Johannes:

Doch.
Gott freut sich, wenn du mich taufst.
Da taufte Johannes den Jesus.

Jesus stieg wieder aus dem Wasser heraus.
Auf einmal öffnete sich der Himmel.
Die Kraft von Gott kam vom Himmel auf Jesus herab.
Die Kraft von Gott ist der Heilige Geist.
Jesus konnte die Kraft von Gott sehen wie eine Taube.

Eine Stimme vom Himmel sagte:

Jesus ist mein lieber Sohn.
An Jesus habe ich große Freude.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Johannes sagt zu den Menschen in Israel: Das Endgericht kommt bald mit Lob oder Strafe! Ändert euch! Bekennt, wenn ihr Böses getan habt und richtet euch in Zukunft nach Gottes Willen!

Viele Menschen kommen. Johannes taucht sie im Fluss Jordan unter. Sie verstehen: alles Böse wird abgewaschen. Wir wollen nun Gutes tun. So wird uns beim Gericht keine Strafe treffen.

 

Auch Jesus kommt zu Johannes. Johannes spürt: Dieser Mann hat nichts Böses getan. Er spürt: Jesus ist besser und größer als er. 

Trotzdem will Jesus von Johannes getauft werden.

Im Jordan hört Jesus Gottes Stimme: Das ist mein geliebter Sohn.

 

Jesus wird zu den Menschen sagen:  Tut Gutes nicht, weil ihr Angst vor Strafe habt. Gott liebt euch Menschen! Wer geliebt wird, der will und kann diese Liebe weitergeben.

 

(Efi Goebel)

Für Erwachsene:

Dieses Evangelium lieben die Künstler: Jesus im Jordan, Johannes mit ausgießender Geste über ihm und die Taube strahlend am Himmel. Leider steht das so überhaupt nicht in der Bibel.

Dem Evangelisten Matthäus geht es um zwei wichtige Aussagen: Zum einen um den Übergang von Johannes zu Jesus. Das Christentum soll bruchlos aus dem Judentum hervorgehen; Jesus wird als frommer Jude dargestellt, der die Taufe zur Vergebung der Sünden empfängt. Das war zu Lebzeiten des Evangelisten wichtig, denn die Spannungen zwischen Judentum und der jungen Kirche konnten tödlich werden.

Zum anderen soll aber die Besonderheit Jesu dargestellt werden. Er ist eben nicht einfach ein frommer Mensch, sondern Gottes Sohn. Und das ist das umwerfend Neue: Der Mensch kann sich bei Gott nichts verdienen, auch nicht durch eine Taufe, nach der das Sündigen doch bald weitergeht. Sondern Gott ist der Handelnde; er kommt den Menschen mit seiner Liebe entgegen.

Das wird in der Vision Jesu ausgedrückt. Wohlgemerkt ist es ausschließlich Jesus, der den Geist herabkommen sieht. Für Außenstehende ist der Vorgang unsichtbar. In dem Augenblick, in dem Jesus nach oben aus dem Wasser steigt, geschieht die Geistsendung vom Himmel nach unten. Beide Bewegungen laufen aufeinander zu: Der Mensch nach oben, Gott nach unten.

Warum ist das für uns heute wichtig? Was über Jesus berichtet wird, ist auf uns alle anzuwenden: Der Wunsch nach Sündenvergebung macht uns empfänglich für Gottes Gnade. Erst wenn ich mich vor Gott als bedürftig zeige, ist mein Herz offen für Gottes geschenkte Liebe. Erst wenn ich einsehe, von mir aus nur ein kleiner, sterblicher Mensch zu sein, kann ich mir sagen lassen, dass ich zusammen mit allen Menschen in Gottes grenzenloser Liebe unüberbietbar geborgen bin. Denn „im Heiligen Geist zu sein“ bedeutet, sich in der unendlichen Liebe Gottes zu wissen.

Warum wird der Geist mit einer Taube verglichen? Denken Sie an einen Sommertag, an eine in der Sonne aufflatternde weiße Taube: Ein Bündel Federn im Licht, ganz leicht, glänzend, reines Entzücken. Davor brauchen wir keine Angst zu haben; Gottes unendliche Liebe ist ausschließlich Grund zur Freude.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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