Lesejahr B | 6. Sonntag im Jahreskreis

6. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B

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Bibeltext: Mk 1, 40-45

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In Leichter Sprache

Jesus macht einen aussätzigen Mann gesund.
Einmal kam ein Mann zu Jesus.
Der Mann war krank.
Die Krankheit heißt Aussatz.
Aussatz macht die Haut krank.

Aussatz ist eine ansteckende Krankheit.
Darum dürfen Menschen mit Aussatz nicht mehr bei der Familie wohnen.
Und nicht mehr in der Stadt bleiben.
Und nicht mehr zum Gottes·dienst gehen.

Der Mann mit Aussatz sagte zu Jesus:

Du kommst von Gott.
Du kannst mich gesund machen.
Jesus hatte Mitleid mit dem Mann.
Jesus sagte:

Ja.
Ich will, dass du gesund wirst.
Gott macht dich gesund.
Jesus berührte den Mann.
Der Mann war sofort gesund.
Der ganze Aussatz war weg.

Jesus sagte zu dem Mann:

Sag zu keinem Menschen, dass du gesund bist.
Sondern geh zum Priester.
Zeige dem Priester, dass Gott dich gesund gemacht hat.
Bete zusammen mit dem Priester.
Als Dankeschön.
Weil Gott dich gesund gemacht hat.
Der gesunde Mann war sehr glücklich.
Der gesunde Mann erzählte überall, dass er gesund ist.

Jetzt wollten alle Menschen zu Jesus.
Jesus konnte keine Ruhe mehr finden.
Jesus versteckte sich meistens.
Trotzdem fanden die Leute Jesus.
Die Leute wollten bei Jesus bleiben.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Ein Mann kommt zu Jesus. Es heißt, er habe Aussatz. Wer Aussatz hatte, war nicht einfach nur krank. Er hatte Beulen am ganzen Körper und stank. Die Leute hatten Angst vor Menschen mit Aussatz. Deshalb musste die Aussätzigen immer auf sich aufmerksam machen. Mit Klappern oder Schellen mussten sie die anderen warnen. Schlimmer als die Krankheit war deshalb für viele Aussätzige, dass sie ganz allein und einsam waren.

 

Normalerweise machten die Menschen einen großen Bogen um Aussätzige. Aber Jesus nicht. Er geht nicht weg. Das ist schon viel für den Aussätzigen:  Ein Mensch, der mit ihm spricht. Und so hat er den Mut, Jesus zu bitten, ihn gesund zu machen. Und Jesus heilt ihn tatsächlich.

 

Jesus möchte nicht, dass alle Welt davon erfährt. Er will nicht, dass die Menschen nur zu ihm kommen, weil er besondere Dinge tut. Und so sagt er dem Mann, er soll nicht weitererzählen, was Jesus ihm getan hat. Aber der Mann freut sich so, dass er wieder gesund ist.

 

Das kennt ihr sicher auch: Wenn ihr über etwas sehr froh seid, dann könnt ihr das nicht für euch behalten. Alle sollen es wissen, dass ihr euch freut. Ihr müsst es jedem erzählen. Und so macht es der Mann, der gesund geworden ist, auch. Er erzählt allen Leuten, dass Jesus ihn gesund gemacht hat. Weil das eigentlich unmöglich ist, dass jemand der Aussatz hatte, plötzlich gesund ist, kommen viele Menschen zu Jesus. Sie wollen sehen, wer das ist, der Aussätzige gesund macht. Jesus ist wie ein Superstar.

 

Aber Jesus möchte das nicht. Er will, dass es den Menschen gut geht und dass sie nicht mehr allein sind. Das ist wichtiger als ein Superstar zu sein.

 

(Dr. Werner Kleine)

Für Erwachsene:

Das Evangelium zeigt deutlich, was passiert, wenn man Jesus auf einen bloßen Wunderheiler reduziert. Die Menschen bedrängen ihn mit den Alltagssorgen, was nur zu gut verständlich ist. Aber das ist Jesus zu wenig. Ihm geht es um weit mehr: um die Predigt von Gottes grenzenloser Liebe, in der alle Menschen geborgen sind, sei es in Gesundheit oder in Krankheit, sei es im Leben oder im Tod.

Diese Liebe befähigt ihn – Jesus – selbst, sich sogar liebevoll einem Aussätzigen zuzuwenden. Diese Menschen mussten wegen der Angst vor Ansteckung außerhalb der Orte leben und Näherkommende mit Rufen warnen. Im seltenen Fall einer Genesung, entschieden erst die Priester, ob derjenige wieder unter Menschen durfte. Einen Aussätzigen in seiner Nähe zu dulden oder ihn sogar anzufassen, war also für fromme Juden etwas Unerhörtes. Wieder bricht Jesus aus Menschenliebe ein Tabu.

Die Szene ist keine bloße Geschichte aus der Vergangenheit. Sie stellt auch heute die Gebetspraxis vieler Menschen in Frage, die mit Bitten und Versprechen Gott um Dinge des Alltags angehen. So verständlich das im Einzelfall ist, gerade wenn es sich um Krankheitsfälle oder massive Angst handelt, es ist doch zu wenig. Um die Geborgenheit in Gottes Liebe, gegen die keine Angst der Welt, weder Tod noch Teufel ankommt, sollen wir bitten. Denn wir sind gewiss: Gott lässt sich von uns berühren. Komme was wolle.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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