Lesejahr B | 18. Sonntag im Jahreskreis

18. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B

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Bibeltext: Joh 6, 24-35

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In Leichter Sprache

Jesus sagt: Ich bin das Brot für das richtige Leben
Einmal hatte Jesus viele Leute satt gemacht.
Damals hatten die Leute wenig zu essen.
Es gab viele Arme.
Und viel Hunger.
Jesus machte über fünftausend Leute satt.
Obwohl Jesus nur 5 Brote hatte.
Und 2 Fische.
Die Leute dachten:

Wenn wir bei Jesus sind, kann Jesus uns jeden Tag satt machen.
Deshalb liefen die Leute hinter Jesus her.
 
Jesus sagte zu den Leuten:

Euer Bauch ist von dem Brot satt geworden.
Darum lauft ihr hinter mir her.
Ihr wollt jeden Tag von mir Brot für euren Bauch haben.
Damit ihr jeden Tag satt werdet.
 

Aber ich habe euch das Brot nicht nur für den Bauch gegeben.
Ich habe euch das Brot gegeben, weil ich euch etwas zeigen will.
Ich will euch zeigen, dass Gott gut ist.
Ihr sollt merken, dass Gott gut ist
 
Das ist wichtig.
Ihr sollt merken, dass Gott immer bei euch ist.
Das ist richtig gut.
Ihr sollt merken, dass Ihr immer bei Gott sein dürft.
Das ist wichtig.
 
Die Leute staunten.
Die Leute sagten:

Ganz früher lebte ein Mann.
Der Mann hieß Mose.
Als Mose lebte, hatten auch viele Menschen Hunger.
Mose hat auch zu Gott gebetet.
Da sind auch alle Leute satt geworden.
Bist du so ähnlich wie Mose?
 
Jesus sagte zu den Menschen:

Hört gut zu.
Ich gebe euch eine wichtige Antwort:
Bei Mose haben die Menschen das Brot für den Bauch bekommen.
Das Brot für den Bauch muss man essen.
Jeden Tag hat man neuen Hunger.
 
Jeden Tag muss man wieder neues Brot essen.
Gott im Himmel gibt euch ein anderes Brot.
Das andere Brot könnt ihr nicht mit den Augen sehen.
Und nicht mit den Händen anfassen.
 
Das Brot von Gott schenkt euch das richtige Leben.
Das Brot von Gott macht das Herz satt.
 
Die Leute waren begeistert.
Die Leute sagten:

Gib uns dieses Brot.
Dieses Brot wollen wir immer haben.
 
Jesus sagte:

Ich bin selber dieses Brot.
Ihr könnt mich hören.
Und sehen.
Und spüren.
Ich bin das Brot für das richtige Leben.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

„Zeig es noch mal!“ so reagieren viele Kinder auf Zaubertricks. Dinge, die Kinder faszinieren, wollen sie  noch mal und immer wieder sehen bzw. hören.

Ähnlich ging es den vielen Menschen, die das Brotwunder Jesu gesehen haben und ihn deshalb suchen. Als sie ihn gefunden haben, bitten sie ihn, dass er ihnen wieder Brot „zaubere“ und ihnen zeigen möge, wie es geht, damit auch sie es tun können.

Jesus klärt sie auf: es geht nicht um das Wunderwerk Brotmachen, sondern um IHN (den Wunderwirker). Jesus ist das Wunderwerk Gottes, das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Deshalb sagt Jesus auch: „ICH bin das Brot des Lebens“ (Vers 35).

Unsere Aufgabe ist nicht das Erlernen von Techniken des Wunderwirkens, sondern das Vertrauen und Festhalten an Jesus Christus. Wenn wir Trost und Hilfe suchen, dann dürfen wir Jesus bitten.

 

(Martin Bartsch, Pastoralreferent)

Für Erwachsene:

Letzte Woche speiste Jesus noch fünftausend Männer mit Brot und Fisch, heute speist er sie mit Worten ab. Könnte man meinen.

 

Den Sinn dieses Evangeliums erkennt man erst, wenn man einige Seiten davor und dahinter mitliest. Dann wird klar, dass es dem Evangelisten Johannes um eine einzige, wichtige Aussage geht, nämlich um die Bedeutung, die Jesus für uns hat. Denn die Pointe der ganzen Erzählung ist die Erklärung Jesu: Ich bin das Brot des Lebens.

 

Johannes spielt gerne mit den Begriffen, um ihre theologische Bedeutung gegen die alltägliche Bedeutung abzugrenzen. Bei der „wunderbaren Brotvermehrung“ wurden die Leute satt und laufen nun Jesus nach; er aber fordert sie auf, weniger an den Bauch zu denken als vielmehr an das wirklich Wichtige. Sie sollen über ihr irdisches Leben das ewige nicht vergessen. Brot hält den Menschen am Leben, aber im Wort Gottes hört der Mensch, dass er in Wahrheit ein Leben hat, das kein Hungertod beenden kann. Das Brot des Lebens ist die Botschaft, dass jeder Mensch immer und in jeder Situation unüberbietbar in Gottes grenzenloser Liebe geborgen ist und dass dagegen kein Schicksal ankommt. Diese Botschaft ist uns vertraut und zugleich fremd; wir müssen sie uns immer wieder sagen lassen, wir brauchen diese Ermunterung wie das tägliche Brot.

 

Dieser Glaube macht lebendig. Er allein vermag alle Angst des Menschen um sich zu entmachten und ihn damit aus den Fesseln von Angst, Resignation oder falschen Selbstzweifeln zu befreien. Das Wort Gottes hält wie Brot den Menschen am Leben, aber am wirklichen Leben, dem ewigen in Gottes Hand.

Christus ist das menschgewordene Wort Gottes. Deshalb darf er sich richtigerweise als Brot des Lebens bezeichnen. Und wir dürfen uns über ihn freuen. Und zum Fressen gernhaben.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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