Lesejahr B | 1. Fastensonntag

1. Fastensonntag - Lesejahr B

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Bibeltext: Mk 1,12-15

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In Leichter Sprache

Jesus bleibt 40 Tage in der Wüste.
Jesus fühlte die Liebe von Gott.
Die Liebe von Gott war stark.
Und mächtig.
Das ganze Herz von Jesus war gefüllt mit der Kraft von dieser Liebe.
Die Kraft von dieser Liebe war so stark,
dass die Kraft Jesus in die Wüste trieb.

In der Wüste konnte Jesus allein sein.
Jesus hatte viel Zeit.
Jesus konnte an die Liebe von Gott denken.
Keiner störte Jesus.

Doch.
Einer störte Jesus sehr wohl.
Der Teufel störte Jesus.
Der Teufel wollte nicht, dass Jesus an Gott denkt.
Weil der Teufel nichts mit Gott zu tun haben will.
Der Teufel störte Jesus extra.

In der Wüste waren auch wilde Tiere.
Die wilden Tiere waren gerne bei Jesus.
Die wilden Tiere waren zutraulich.
Die Engel vom Himmel waren auch bei Jesus.
Die Engel dienten Jesus.

Jesus war 40 Tage in der Wüste.
Nach 40 Tagen ging Jesus wieder zu den Menschen.
Jesus erzählte allen Menschen von Gott.
Jesus sagte:

Freut euch.
Gott will, dass alles in der Welt gut wird.
Ihr dürft Gott dabei helfen.
Macht euch bereit zum Helfen.
Gott braucht euch.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Jesus geht in die Wüste, d.h. er geht in die Stille. Er will sich nicht ablenken lassen vom Trubel, von der Unruhe der Menschen. Er will mit seinem Herzen und seinen Gedanken ganz bei Gott sein. Hier, in der menschenleeren Stille, kann er Gott, seinem Vater ganz nahe sein.

In der Wüste, in der Stille, bei Gott hat er dann Kraft getankt für den Auftrag, den er erfüllen soll: den Menschen die Liebe Gottes ganz nahe bringen. Im Erzählen. Im Vorleben. Im Handeln.

Und genau wie den Menschen damals ist uns heute gesagt: Spür die Liebe Gottes, lass dich anrühren, verwandeln. Sei selbst Bote der Liebe.

 

(GR Georg Kalkum)

Für Erwachsene:

Die Predigt Jesu wird vom Evangelisten Markus in ausgesprochen wenigen Worten zusammengefasst. Zum ersten: Die Zeit ist erfüllt. Anders gesagt: Wartet auf nichts mehr! Keinen Tag und keine Stunde!

Zum zweiten: Das Reich Gottes ist da. Wohlgemerkt nicht „es ist nahe“, denn das griechische Original sagt eindeutig „herbeigekommen“. Sonst wäre ja auch die Zeit nicht erfüllt.

Aber was heißt die lapidare Feststellung „das Reich Gottes ist da“? Statt einer Antwort erscheint es einfacher, den Blick auf diejenigen Reiche zu richten, die jetzt aufhören zu existieren. Zum Beispiel das Reich des Geldes. Oder das der Karriere. Das des Ansehens bei den Mitmenschen, auch bei der eigenen Familie. Das Reich der Gesundheitsapostel und des Jugendlichkeitswahns.  Das Reich der Technikgläubigkeit und der Lifestyle-Propheten.

Der Blick auf den persönlichen Alltag zeigt manchmal unangenehm, wie sehr wir uns gesellschaftlichen Trends und abstrakten Prinzipien verpflichtet fühlen. Häufig ohne freie, innere Zustimmung. Hier setzt die Predigt Jesu an, der uns sagt, dass nur einer über uns herrschen soll. Der Gott, der nicht nur liebt, sondern selbst grenzenlose Liebe ist, er soll in unserem Leben, Denken und Handeln den Ausschlag geben. Wichtiger als jedes Bemühen, sich durch Arbeit und Wellness ewiges Leben zu verschaffen, ist es, sich selbiges von Gott schenken zu lassen. Wichtiger als selbstgemachte Frömmigkeit ist es, sich Gottes bedingungslose Liebe ohne Wenn und Aber gefallen zu lassen.

Deshalb bedeutet es für Jesus genau das gleiche, an das Evangelium zu glauben und Buße zu tun. Denn wenn ich die unüberbietbare Geborgenheit in Gottes Liebe glaube, aus der mich nichts herausreißen kann, dann bereue ich im gleichen Augenblick, mich jemals von anderen Antrieben geleitet haben zu lassen.

Jetzt und erst jetzt haben Gesundheit, Geld und Ansehen den Wert, der ihnen gebührt.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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