Lesejahr B | 20. Sonntag im Jahreskreis

20. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B

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Bibeltext: Joh 6, 51-58

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In Leichter Sprache

Jesus sagt: Ihr könnt das lebendige Brot essen
Jesus sagte zu den Menschen:

Ich bin lebendiges Brot von Gott.
Wer das Brot von Gott aufnimmt, lebt für immer bei Gott.
Ich gebe euch das lebendige Brot.
Ich bin selber das lebendige Brot.
Das lebendige Brot aufnehmen heißt:
Dass ihr gut zuhört, was ich euch erzähle.
Dass ihr mit eurem Herzen zuhört.
 
Denn ich habe euch lieb.
Ich sterbe sogar für euch.
Damit ihr immer das lebendige Brot zum Essen habt.
 
Die Menschen fingen an zu streiten.
Die Menschen sagten:

Wieso ist Jesus das lebendige Brot?
Wieso sollen wir Jesus essen?
Sollen wir Jesus mit Haut und Knochen aufessen?
 
Jesus sagte zu den Menschen:

Hört mir gut zu.
Ich erkläre euch etwas Wichtiges.
 
Ich erkläre euch:

Ihr habt das nicht richtig verstanden.
Ihr sollt nicht Fleisch und Knochen von mir essen.
Ich erkläre es euch anders:
Ich bin der Menschen-Sohn.
 
Menschen-Sohn bedeutet 2 Sachen:
Menschen-Sohn bedeutet:
Dass ich genauso ein Mensch bin wie ihr.
Und Menschen-Sohn bedeutet:
Dass ich von Gott komme.
Dass ich der Sohn von Gott bin.
 
Der Sohn von Gott ist lebendig.
Der Sohn von Gott ist lebendig, so wie Gott lebendig ist.
Darum sage ich zu euch:
Der Menschen-Sohn ist lebendig.
Beim Gottesdienst esst ihr Brot.
Und trinkt ihr Wein.
Und denkt an mich.
Da nehmt ihr mich wirklich in euch auf.
Und ich bin lebendig in euch.
 
Damit ihr auch für immer bei Gott lebt.
So wie ich immer bei Gott lebe.
 
Darum hat mich Gott extra zu euch geschickt.
Das meine ich, wenn ich zu euch sage:
Ich bin das lebendige Brot.
Alles andere Brot ist Brot für den Bauch.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Jesus sagt Dir:
„Glaube an mich!
Ich verschenke mich an Dich, ganz und gar, mit Fleisch und Blut.
Ich will für Dich sein das lebendige Brot, das vom Himmel kommt.
Wenn Du von diesem Brot isst, dann nimmst Du mich in Dich auf.
Wir verbinden uns – Du bleibst in mir und ich bleibe in Dir.
Und Gott lebt in Dir für immer.“

 

(Norbert Koch)

Für Erwachsene:

Im heutigen Evangelium frönt der Evangelist Johannes wieder seiner Neigung zu Wortspielen. Das ist für ihn keine Frage des Humors, sondern der scharfsinnigen Unterscheidung. Denn dass ein und derselbe Begriff zwei ganz verschiedene Bedeutungen hat, für die Juden die alltägliche und für Jesus eine theologische, zeigt besonders deutlich auf, worum es im Glauben geht.
Hier geht es um den Begriff Brot. Wenn sich Jesus als das lebendige Brot bezeichnet, will er erst mal aufgreifen, dass es ums Weiterleben geht. Denn Brot als Grundnahrungsmittel hält den Menschen am Leben. Aber Brot ist tot. Und der Mensch kann so viel davon essen wie er will, er stirbt am Ende trotzdem.
Im Wortspiel nennt sich Christus deshalb das lebendige Brot. In Jesu theologischer Sprache verdeutlicht dieser Begriff, dass auch der Glaube Nahrung braucht, um weiterzuleben. Die Ernährung des Glaubens braucht aber keine besonderen spirituellen Übungen oder spektakuläre Aktionen, sondern einzig den Christus, das menschgewordene Wort Gottes, die Frohe Botschaft in Menschengestalt. Denn unser Glaube beruht einzig auf dem Hören dieser Botschaft. Dass wir Gemeinschaft mit Gott zu haben, müssen wir uns jeden Tag neu sagen lassen. Dass wir in einer Liebe geborgen sind, die jedes irdische Maß sprengt, können wir uns nicht ausdenken; das müssen wir mit offenen Ohren und Herzen hören. Dass wir ewiges Leben haben, das jeden Tod überdauert, muss uns erst durch Christus offenbart werden. Außerhalb der Frohen Botschaft von Gottes grenzenloser Liebe wartet nur der Tod.
Deswegen feiern wir im Sonntagsgottesdienst nach dem Hören des Evangeliums Eucharistie, denn wie könnten wir schöner unserer Freude und Dankbarkeit für Gottes bedingungslose Liebe Ausdruck verleihen als mit einem Festmahl? Dazu auf allerhöchste Einladung?

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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