Lesejahr B | 2. Advent

2. Adventsonntag - Lesejahr B

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Bibeltext: MK 1, 1-8

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In Leichter Sprache

Die Menschen bereiten sich vor,
damit Jesus kommen kann
Jesus ist der Sohn von Gott.
Trotzdem sieht Jesus wie andere Menschen aus.
Wie können wir merken, dass Jesus der Sohn von Gott ist?
Und dass Jesus wirklich von Gott kommt?
 
Gott hat selber gesagt, wie wir das merken können.
Gott hat es vor vielen Jahren zu Jesaja gesagt.
Jesaja ist ein Prophet.
Ein Prophet ist ein Mann, der in seinem Herzen mit Gott redet.
Der Prophet erzählt den Menschen, was Gott zu ihm sagt.
 
Gott sagte zu Jesaja:

So könnt ihr merken, wenn mein Sohn zu euch kommt:
Dann sagt euch ein Mann Bescheid.
Der Mann ist ein besonderer Mann.
Der Mann wohnt in der Wüste.
Die Wüste ist heiß.
Keiner kann in der Wüste wohnen.
Aber dieser Mann kann in der Wüste wohnen.
Der Mann in der Wüste hat eine laute Stimme.
 
Der Mann ruft:

Macht euch bereit.
Baut eine Straße.
Baut einen Weg.
Baut den Weg bis in euer Herz.
Weil der Sohn von Gott kommt.
 
Jesaja schrieb alles auf, was Gott sagte.
Damit alle Menschen Bescheid wissen.
Die Menschen warteten jeden Tag.
Die Menschen guckten jeden Tag in die Wüste.
Ob ein Mann da ist, der eine laute Stimme hat.
Die Menschen mussten lange warten.
 
Endlich war ein Mann in der Wüste.
Der Mann hieß Johannes.
Johannes hatte eine laute Stimme.
 
Johannes rief laut:

Macht euch bereit.
Baut eine Straße.
Baut einen Weg.
Baut den Weg bis in euer Herz.
Weil einer kommt.
Der kommt von Gott.
Der ist viel stärker als ich.
Und viel wichtiger.
Der ist alleine wichtig.
Er bringt euch den Heiligen Geist.
Und gießt den Heiligen Geist in euer Herz.
 
Die Menschen hörten Johannes zu.
Johannes ging zu einem Fluss.
In dem Fluss war viel Wasser.
Johannes tauchte die Menschen ins Wasser.
Johannes sagte:

Ich tauche euch ins Wasser.
Dann seid ihr ganz im Wasser.
Bald kommt der Sohn von Gott.
Der Sohn von Gott taucht euch in den Heiligen Geist.
Dann seid ihr ganz im Heiligen Geist.
Und ganz in Gott.
Das ist viel besser.
Und viel wichtiger.
 
Die Leute freuten sich.
Die Leute machten ihr Herz bereit.
Die Leute machten ihr Herz offen für Gott.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Wenn wichtige Menschen auftreten, werden sie in besonderer Weise angekündigt. Das war früher bei den Königen so, wenn der Herold vor dem König herlief und rief „Macht Platz für den König“. Das ist auch heute noch so. So werden im Fußballstadion die Spieler, die auf dem Platz stehen, groß angekündigt; oder im Fernsehen sagen die Moderatoren an, wer jetzt auftritt.

Jesus ist mehr als ein wichtiger Mensch. Er ist der Sohn Gottes. Deshalb wird er auch durch einen besonderen Menschen angekündigt: Johannes, den Täufer.

Johannes war besonders. Er konnte kraftvoll reden. Er erzählte den Menschen von Gott. Und er sagte ihnen, dass sie nicht einfach so weitermachen konnten wie bisher. Es sollte nicht mehr jeder nur an sich denken. Die Menschen sollten umkehren. Das heißt, sie sollten ihr Leben ändern und füreinander da sein: Die Reichen für die Armen und die Starken für die Schwachen. Als Zeichen der Umkehr taufte Johannes die Menschen im Fluss Jordan, der durch Israel fließt.

Johannes zeigt auch, dass Gott vor allem die Armen und Schwachen liebt. Deshalb zog er sich nicht vornehm an, sondern trug ein Gewand aus Kamelfell. Und er aß, was er fand: Heuschrecken und wilden Honig. So machte Johannes deutlich, dass man nur wenig braucht, um glücklich zu leben.

Die Leute glaubten Johannes. Sie kamen zum ihm, um ihn anzuhören. Viele taten, was er sagte, und ließen sich von ihm taufen.

Aber Johannes wusste, dass das noch nicht alles war. So weist er auf Jesus hin. Wie ein Herold ruft er aus, dass der Sohn Gottes kommen wird. Der ist noch wichtiger als Johannes. Denn Jesus wird nicht nur mit Wasser, sondern mit Heiligem Geist taufen. Das bedeutet, dass Jesus Gott selbst zu uns Menschen bringt. Dafür will Johannes die Menschen vorbereiten – auch uns!

 

(Dr. Werner Kleine)

Für Erwachsene:

Der Evangelist Markus ist leider überhaupt nicht an Jesu Geburt interessiert. Die schöne Geschichte mit Maria und Josef und dem Stall und das ganze Weihnachtsfest hätten wir nicht, wenn es nur diesen einen Evangelisten gegeben hätte.

Markus ist an etwas ganz anderem interessiert, nämlich an der Frage: Was für einer ist dieser Jesus? Seine Antwort lautet: Er ist der Christus, der Sohn Gottes. Nicht ein besonders netter oder tüchtiger Mensch, weder Revolutionär noch Geistesgröße, sondern der Sohn Gottes, also Gott selbst in Menschengestalt. Niemand Geringeres als dieser.

Aber das muss Markus begründen. Deshalb zitiert er den Propheten des Alten Testamentes und beweist seinen Lesern, dass durch Johannes den Täufer diese Voraussage erfüllt worden ist: Jetzt kommt wirklich Gottes Sohn. Und Johannes der Täufer sagt das sogar selber, dieser berühmte Prediger, zu dem das ganze Land pilgerte. Nichts anderes lässt Markus ihn sagen als dass er, Johannes, nur der Vorgänger des Eigentlichen ist. Nicht mal einen Namen gibt Johannes dem Erlöser. Aber er lässt keinen Zweifel daran, dass etwas ganz ungeheuerliches bevorsteht.

Bei aller Weihnachtsromantik kann es nichts schaden, sich die ersten Worte des Evangelium genau anzuhören: Es wird etwas ganz ungeheuerliches passieren.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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