Lesejahr B | 4. Advent

4. Adventsonntag - Lesejahr B

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Bibeltext: LK 1, 26 - 38

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In Leichter Sprache

Ein Engel von Gott kommt zu Maria.
Als Jesus geboren wurde, war es so.
In einer Stadt wohnte eine junge Frau.
Die junge Frau hieß Maria.
Maria war verlobt.
Der Verlobte von Maria hieß Josef.
 
Gott wollte, dass Maria die Mutter von Jesus wird.
Ein Engel sollte Maria Bescheid sagen.
Der Engel hieß Gabriel.
 
Der Engel Gabriel ging zu Maria.
Zuerst begrüßte der Engel Maria.
Maria bekam einen Schreck.
Und staunte.
Und freute sich.

Der Engel sagte zu Maria:

Du brauchst keine Angst zu haben, Maria.
Gott hat dich sehr lieb.
Gott hat etwas Besonderes mit dir vor.
Du bekommst ein Baby.
Das Baby wird ein Junge.
Der Junge soll Jesus heißen.Jesus wird überall bekannt sein.
Die Menschen werden zu Jesus sagen:
Du bist der Sohn von Gott
Jesus wird für die Menschen nur Gutes tun.
Jesus wird wie ein guter König sein.
Und alle Menschen froh machen.
 
Maria dachte nach.

Maria fragte:Geht das denn alles?
Ist das denn möglich?
Wie soll ich denn eine Mutter werden?
Ich bin doch mit Josef noch gar nicht richtig zusammen. 
Der Engel sagte:Gott sendet den Heiligen Geist.

Der Heilige Geist wird bei dir sein.
Mit seiner ganzen Kraft.
So kannst du die Mutter von Jesus werden.
Bei Gott ist alles möglich.
Das Kind ist der Sohn von Gott. 
Maria sagte zum Engel:

Das ist in Ordnung.
Du kannst Gott sagen:
 
- Ja, ich bin für Gott bereit.
- Ja, ich will die Mutter von dem Sohn von Gott werden.
- Gott ist ein guter Gott.
 
Dann ging der Engel wieder zurück.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Ein Engel bringt Maria die Botschaft: „Du wirst ein Kind bekommen, dieses Kind kommt von Gott!“ Maria kann das kaum glauben, „ein Kind von Gott“, wer hätte je von so etwas gehört. Aber es wird ihr zur Gewissheit: „Gott hat mich auserwählt, seinen Sohn zur Welt zu bringen.“ Von Anfang an ist ihr klar, das dies etwas besonderes ist etwas, das auch mit Schwierigkeiten und mit Leid zu tun haben wird, nicht nur mit Freude. Aber Maria stimmt zu, sie sagt von ganzem Herzen „Ja“. Ja zu Gott, Ja zu diesem Kind, Ja zu ihrer Erwählung.

Darum wird dieses Evangelium so kurz vor Weihnachten gelesen, es soll uns an das Ja Marias erinnern, das der Geburt vorausgegangen ist und es soll uns daran erinnern, das auch wir „Ja“ sagen sollen und dürfen: Ja zu Gott und Ja zu diesem Kind, das in der Krippe liegt. Machen wir die Ohren auf und die Herzen weit, damit auch uns zur Gewissheit wird: Gott schenkt uns seinen Sohn!

 

(Georg Kalkum)

Für Erwachsene:

(Neben Geburt und Kreuzigung wurde keine Erzählung der Bibel so oft in der Kunstgeschichte dargestellt wie die Verkündigung. Die zahllosen Bilder, oft von berühmter Meisterhand, haben unseren Blick abgelenkt von dem theologischen Gehalt der Bibelstelle. Wir müssen hinter die goldglänzenden Bilder vorstoßen, um das Wort Gottes zu finden.

Die Ankündigung der Jungfrauengeburt steht im Lukasevangelium unmittelbar hinter der ähnlich verlaufenden Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers. Auch dessen Vater Zacharias bekommt vom Engel die fast wortgleiche Mitteilung, mit seiner unfruchtbaren Frau Elisabeth einen Sohn zu bekommen. Wie bei Zacharias bleibt auch gegenüber Maria offen, ob das Kind natürlich gezeugt werden wird oder anders.

Aber Jesus soll, anders als Johannes der Täufer, Sohn Gottes sein, ewiger Herrscher des Volkes Gottes. Jesus wird also nicht nur als Mensch angekündigt, sondern als heilig und göttlich. Der Engel steht im Sinn des altorientalischen Botenrechtes vollgültig für seinen Herrn; also kündigt hier Gott persönlich sein Erscheinen in der Welt an.

Der vierte Evangelist Johannes fasst diese Begebenheiten zu Beginn seines Evangeliums in eigenen Worten zusammen. Dabei erläutert er auch, dass die jungfräuliche Geburt in der Nachfolge Jesu eine Eigenschaft eines jeden Christen ist: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.“

Und jetzt wird aus der frommen Erzählung wirklich die Frohe Botschaft: Wir alle sind Kinder Gottes. Christen, also Glaubende, sind wir nicht durch Menschenweisheit, sondern durch Gottes Wort. Nur er ist unser Vater, der uns aus unendlicher Liebe erschaffen hat. Wenn wir uns diese Liebe nur von Herzen schenken lassen. Wie damals Maria.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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