Lesejahr C | 10. Sonntag im Jahreskreis

10. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

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Bibeltext: LK 7, 11-17

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In Leichter Sprache

Jesus macht einen toten Jugendlichen wieder lebendig
 
Einmal ging Jesus in eine Stadt.
Viele Leute gingen mit Jesus mit.
In der Stadt war gerade eine Beerdigung.
Ein Jugendlicher war gestorben.
Die Mutter von dem Jugendlichen weinte sehr.
Die Mutter hatte keine anderen Kinder mehr.
Und der Mann von der Mutter war auch schon tot.
Die Mutter war jetzt ganz allein.
 
Jesus sah, wie die Mutter weinte.
Jesus hatte Mit-Leid mit der Mutter.
Darum ging Jesus zu der Trag-Bahre.
Auf der Trag-Bahre lag der tote Jugendliche.
 
Jesus fasste die Trag-Bahre an.
Jesus sagte: zu dem toten Jugendlichen:

Junger Mann.
Ich befehle dir:
Steh auf.
 
Da setzte sich der Jugendliche auf.
Der Jugendliche fing an zu sprechen.
Der Jugendliche lebte wieder.
 
Die Leute waren sehr verwundert.
Die Leute fingen an zu beten.
Und zu jubeln.
Und zu klatschen.
Die Leute sagten:

Jesus kommt wirklich von Gott.
Gott hat Jesus zu uns geschickt.
Gott denkt an uns.
Und hilft uns.
Das merken wir an den Wundern, die Jesus tut.
 
Die Leute erzählten alles in der ganzen Gegend herum.

 

© evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Zum Eintrag auf Evangelium in Leichter Sprache

Für Kinder:

Jesus kann Tote auferwecken?! Aber irgendwann war der Junge dann doch tot, oder?

Die Bibelgeschichte ist eine Beispielgeschichte. Sie erzählt: bei Gott ist es immer möglich, neu anzufangen. Jesus zeigt den Menschen: Gott lässt euch nicht allein, er kennt euren Kummer, eure Sorgen und hilft euch. Er will, dass ihr lebt. Jesus heilt nicht alle Menschen seiner Zeit und er erweckt auch nicht alle Menschen vom Tod. Aber er zeigt den Menschen: Wer auf Gott vertraut, darf glauben: nach Trauer kommt Freude, nach dem Tod das Leben.

Kann ich mich wie Jesus auf Arme und Leidende einlassen und Trost spenden? Bin ich bereit, mich in meiner Traurigkeit vom Leben überraschen zu lassen und wieder Hoffnung und Mut zu schöpfen?

Der Evangelist Lukas sagt: In Jesus Christus ist die Macht Gottes sichtbar geworden. Deshalb setzen Christen ihre Hoffnung auf Jesus und erzählen noch heute von seinen Wundertaten.

(Martin Bartsch, Pastoralreferent)

Für Erwachsene:

Die Bibel durchziehen einige Erzählungen von Totenerweckungen. Im alten Testament tritt der große Prophet Elija damit in Erscheinung. Die ursprünglichen Leser des Lukasevangeliums wussten das noch sehr genau und bemerkten einige Parallelen, aber noch andere anspielungsreiche Details, die damals wie heute zu Fragen führen:
Tod trifft auf Leben. Zwei Züge begegnen sich frontal, der Leichenzug und die Menge hinter Jesus. Wer geht da in die richtige Richtung?
Die Berührung mit dem Sarg zeigt, dass Christus keine Berührungsängste hat, auch nicht vor dem kultisch Unreinen. Was könnte man ihm da noch zeigen?
Die Anrede des Jünglings heißt im griechischen Original: Wach auf! Von welchem Schlaf müssen die Menschen erwachen, um in Gottes Augen wieder lebendig zu sein?
Der Tote richtet sich auf und redet. Die Bibel spricht häufig, auch bei Elija, von symbolischen Körperhaltungen: Liegen bedeutet, in den Augen des Glaubens tot zu sein, also der Macht der Angst zu erliegen. Zu stehen bedeutet, im Glauben zu sein, also sich zu öffnen für die grenzenlose, ungeschuldete Liebe Gottes zu allen Menschen. Jesus stirbt aufrecht, im Glauben an die Geborgenheit in Gottes unendlicher Liebe, die kein medizinischer Tod beenden kann.
Jesus gibt den Jüngling seiner Mutter zurück. War der Sohn schon abgeschrieben oder für die Gemeinschaft der Glaubenden verloren?
Natürlich kann man auch dieses Evangelium statt als Evangelium als medizinischen Fallbericht lesen. Aber ungleich wertvoller ist das Verständnis als Gottes Wort, als Selbstmitteilung der unendlichen Liebe, auf die immer und überall Verlass ist.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 


 

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