Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs
Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs
Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs
Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs

Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs Diözesanpastoralrat

Diözesanpastoralrat

Der Diözesanpastoralrat ist das zentrale Beratungsgremium des Erzbischofs, in dem die Arbeit der anderen Gremien gebündelt wird. Entsprechend ist das Gremium zusammengesetzt; die 75 Mitglieder sollen als Multiplikatoren im Erzbistum wirken.

Aufgabe des Rates ist laut Kirchenrecht (can. 511 CIC) die Untersuchung und Beratung aller Fragen, die sich auf das pastorale Wirken in der Diözese beziehen. Hierzu werden Vorschläge für praktische Folgerungen erarbeitet.

Intensive Diskussion des Diözesanpastoralrats

12. November 2022 pek221112-uni

Bergisch Gladbach/Bensberg. Am 11. und 12. November traf sich der Diözesan­pastoral­rat im Kardinal Schulte Haus in Bens­berg. Die Sitzung war vor dem Hinter­grund aktueller Pro­bleme und künftiger Heraus­forde­rungen im Erz­bistum von inten­siven Dis­kussionen geprägt.

Unter der externen Moderation von Eberhard Stahl ging es am Freitag um eine kritische Bestands­auf­nahme: Die spannungs- und konflikt­belastete Situa­tion wurde offen und persön­lich in einer respekt­vollen Atmosphäre ange­sprochen. Themen waren u.a. das laufende Ermitt­lungs­ver­fahren der Kölner Staat­sanwalt­schaft gegen Kardinal Woelki, das jüngste State­ment und die fehlende Kommuni­kation der Kölner Bischöfe zu ihrem Abstimmungs­ver­halten auf der Ver­sammlung des Synodalen Wegs.

Das vom Moderator erbetene Meinungs­bild zur weiteren Arbeits­fähig­keit des Gremiums spiegelte die breit gefächerte Stimmungs­lage der Dele­gierten. Am Ende des Tages verein­barte das Gremium mit deut­licher Mehrheit die an­stehen­den Sachf­ragen – trotz aller Irri­tationen und Konflikte – weiter zu be­sprechen. Einige Mitglieder kündigten an, am zweiten Tag nicht teil­zu­nehmen. Dies wurde mit Respekt aufgenommen.

Am Samstag befasste sich der DPR zuerst mit dem Thema Gemeinde­teams. Im Erzbistum soll ermög­licht werden, die Verant­wortung für das kirch­liche Leben vor Ort an Gemeinde­teams zu über­tragen. Vera Krause und Frank Reintgen von der Diözesan­stelle für den Pasto­ralen Zukunfts­weg stellten den Mitgliedern des DPR eine Analyse der bis­herigen Erfah­rung mit Gemeinde­teams in mehreren Pilot­pro­jekten vor. Diese sollen künftig dynamisch und unter Be­teili­gung der Akteure vor Ort sowie mit pro­fessioneller Unter­stützung ent­wickelt und aufge­baut werden. Damit soll den unter­schied­lichen Situationen vor Ort Rechnung getragen werden. In einem Votum unter­stützte der DPR ein­stimmig den Vor­schlag, den sich Kardinal Woelki ausdrücklich zu eigen machte.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Rechts­form zukünftiger Pastoraler Einheiten im Erzbistum. Ende 2022 sollen die Zuschnitte der rund 60 Pastoralen Einheiten fest­stehen, über deren Rechts­form wird aber erst später ent­schie­den. Dazu schlug Msgr. Markus Bosbach einen konkreten Entschei­dungs­weg vor. Wichtig ist, dass dieser von einer hohen Parti­zipation, Trans­parenz und Verbind­lichkeit geprägt ist. So soll eine breite Akzeptanz erreicht werden. Der Vor­schlag wurde ein­stimmig bei zwei Ent­haltungen angenommen, Kardinal Woelki stimmte umgehend zu.

In der Abschluss­runde kam noch einmal die besondere Polarität dieser Sitzung zur Sprache: Auf der einen Seite die erheblichen Irrita­tionen, die nicht besei­tigt werden konnten. Auf der anderen Seite aber auch die engagierte Zusammen­arbeit zum Wohle der Men­schen im Erz­bistum Köln.

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