Die Bibel ist voll von solchen Fluchtgeschichten. Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben. Abraham bricht auf in ein unbekanntes Land. Das Volk Israel flieht aus der Sklaverei in Ägypten und wandert viele Jahre durch eine große Wüste. Maria und Josef müssen mit dem neugeborenen Jesus nach Ägypten fliehen, um der Gewalt des Herodes zu entkommen.
Und heute? Menschen fliehen vor Krieg, Hunger und Klimakatastrophen. Politik macht Migranten oft systematisch zu Objekten von Abschreckung und Ausgrenzung.
Gleichzeitig gibt es noch eine andere Dimension der Flucht: eine innere Flucht vor unseren Schwächen, vor Verletzungen, vor Schuld, vor der Wahrheit über uns selbst.
Der Welttag des Migranten und Flüchtlings lädt uns zu einem doppelten Hinschauen ein: nach außen und nach innen. Gott ruft uns, unsere Herzen nicht zu verschließen – weder vor den Menschen, die Schutz brauchen, noch vor den eigenen inneren Fluchtbewegungen.
