Damit der Arbeitsschutz im Erzbistum Köln gut umgesetzt werden kann, sind wir breit aufgestellt. Welche Rolle spielt z.B. der Arbeitsschutzkoordinator oder welche Aufgaben haben die Arbeitsschutzausschüsse oder die B·A·D GmbH? Dies zeigen wir Ihnen auf dieser Seite.

Der/die Arbeitsschutzkoordinator/in koordiniert und überwacht die Durchführung des Arbeitsschutzes in den Einrichtungen des Erzbistums Köln, für die Präventionsmaßnahmen „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der katholischen Kirche“ mit den Berufsgenossenschaften vereinbart wurden. 

Zentrale Aufgaben 

  • Ansprechpartner, Interessensvertretung und Kooperation für
    • Arbeitsschutzausschüsse im EBK
    • Verwaltungs-Berufsgenossenschaft
    • Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege
    • Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
    • Bezirksregierung, Unfallversicherungsträger
    • Arbeitsgruppe Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der katholischen Kirche im Verband der Diözesen Deutschlands
    • Mitarbeitervertretungen
  • Zentrale/r Auftraggeber/in für externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Arbeitsmediziner
  • Koordination und Organisation der Betreuung und der Qualifizierungsangebote
  • Ausrichtung und Controlling der Präventionsmaßnahmen
  • Aufbau eines Arbeitsschutz-Management-Systems
  • Anwaltschaft für Arbeitsschutz in der katholischen Kirche 

Die Koordination beinhaltet keine Unternehmenspflichten, keine Arbeitsschutzverantwortung und keine leitendenden anweisenden Aufgaben im organisatorischen Bereich.

Erzbistum Köln | Generalvikariat
Hauptabteilung Verwaltung
Abteilung Personalentwicklung und Gesundheit
Marzellenstr. 32 | 50668 Köln

Besucheradresse:                                                                                                                         Marzellenstr. 21 | 50668 Köln

Einrichtungen mit mehr als 20 Beschäftigten sind laut § 11 Arbeitssicherheitsgesetz verpflichtet, einen Arbeitsschutzausschuss zu bilden. In Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft werden im Erzbistum Köln für die Kindertagesstätten und den Kirchengemeinden je zwei zentrale ASA-Sitzungen abgehalten. 

Kirchengemeinden können im Einzelfall eine eigene ASA-Sitzung durchführen. Sie können für diese Sitzung die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Arbeitsmediziner der B·A·D GmbH auf eigene Kosten verpflichten.

Der Arbeitsschutzausschutz (ASA) hat die Aufgabe, Anliegen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Unfallverhütung im Betrieb zu beraten und die Zusammenarbeit der im Betrieb verantwortlichen Stellen zu sichern und zu fördern.

Dem Arbeitsschutzausschuss gehören an:

  • der Arbeitgeber oder ein von ihm beauftragter Vertreter (Delegation),
  • von der MAV zu bestimmende Mitglieder,
  • die Betriebsärztin/-arzt,
  • die Fachkraft/-kräfte für Arbeitssicherheit und
  • der/die Sicherheitsbeauftragte(n) (§ 22 SGB VII).

Der Arbeitsschutzausschuss ist kein Beschlussorgan; er besitzt keine zwingende und verbindliche Entscheidungsbefugnis. Der Ausschuss kann lediglich Empfehlungen formulieren. Über die tatsächliche Umsetzung dieser Empfehlungen entscheidet der Unternehmer unter Beteiligung des Betriebsrates. eine regelmäßige Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

In Betrieben mit einer aktiven Gesundheitsförderung oder einem Gesundheitsmanagement gibt es in der Regel einen betrieblichen Arbeitskreis Gesundheit. Damit erweitern sich die Aufgaben des Arbeitsschutzausschusses um Fragen der Gesundheitsförderung, wie gesundes Essen, Betriebssport, Sozialberatung, Personalentwicklung, Suchtberatung, Mobbingberatung. Insbesondere in Großbetrieben hat sich der Arbeitskreis Gesundheit bewährt, wenn es eine enge Verzahnung zum Arbeitsschutz gibt.

Seit dem 01.01.2019 unterstützt uns unser Dienstleister, die Firma BAD (Berufsgenossenschaftlicher Arbeitsmedizinischer und Sicherheitstechnischer Dienst), in verschiedensten Schwerpunkten der Fachbereiche Medizin, Technik und Gesundheitsmanagement. Die Betreuung des Erzbistums Köln wird durch Fachkräfte aus den Gesundheitszentren Bonn, Köln, Olpe, Düsseldorf, Wuppertal und Mönchengladbach sichergestellt. 

Verschaffen Sie sich gern selbst einen Überblick der BAD unter:

https://www.bad-gmbh.de/

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ist Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz und schließt die 27 rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Diözesen zusammen. 

Innerhalb des VDD arbeitet eine Unterkommission „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“. Sie beobachtet aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes, begleitet inhaltliche Schwerpunkte und Maßnahmen, erarbeitet Präventionskonzepte und setzt sich mit grundsätzlichen Anliegen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes sowie der Unfallverhütung auseinander. Die Unterkommission ist zugleich Kommunikations- und Koordinationsplattform für die diözesanen Koordinatoren/innen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und für die Vertreter der Berufsgenossenschaften. Die Unterkommission war Veranstalter desdritten katholischen Arbeitsschutz-Symposium vom 07.-09.11.2017 in Berlin. Ein zentrales Ergebnis des Symposiums sind die „Berliner Leitgedanken zur Umsetzung des Arbeitsschutzes in der katholischen Kirche“. Diese Leitgedanken dienen auch dem Erzbistum Köln als Orientierung.