Diese Zeit ist bestimmt durch den geistlichen Kampf, die innere Einfachheit des neuen Menschen zu erlangen, um Gott und den Nächsten zu lieben. Die Neokatechumenen lernen den Dingen abzusagen, die diesem Ziel entgegenstehen.
Die erste Etappe ist die Einführung ins Gebet, das Erlernen des liturgischen, persönlichen und nächtlichen Gebets. Die Etappe schließt mit der Übergabe des Stundenbuches. Das Stundengebet der Kirche wird zur Grundlage des persönlichen Gebets. Die Einführung in die geistliche Lesung als Gebetsmeditation der Heiligen Schrift („scrutatio scripturae“) wie auch in die Erforschung der Psalmen helfen, den Schatz des Wortes Gottes tiefer zu entdecken.
Zentrales Thema der zweiten Etappe ist das Apostolische Glaubensbekenntnis. Sie beginnt mit der „traditio symboli“, der Übergabe des Credos. Danach gehen die Neokatechumenen in Zweiergruppen innerhalb der Pfarrei in die Häuser zur Verkündigung des Evangeliums, gestützt auf ihre eigene Erfahrung der Liebe Christi. In dieser Zeit vertieft die Gemeinschaft die Artikel des Credos. Es schließt sich die „redditio symboli“ an, die Rückgabe des Glaubensbekenntnisses: In Vesperfeiern in der Fastenzeit bekennen die Neokatechumenen öffentlich ihren Glauben vor der Gemeinde. Ab diesem Zeitpunkt ist die Gemeinschaft als Ganze an der Pastoral in der Gemeinde besonders beteiligt.
Das Vaterunser – Zusammenfassung des ganzen Evangeliums – wird in der dritten Etappe übergeben: In den wöchentlichen Wortliturgien werden die einzelnen Bitten des Vaterunsers betrachtet. Diese Zeit dient besonders der Einführung in die persönliche Beziehung zu Gott als Vater und zu Maria und der Kirche als Mutter. Damit verbunden ist eine Wallfahrt zu einem marianischen Heiligtum mit einer Anleitung zum Rosenkranzgebet und ein feierliches Glaubensbekenntnis am Grab Petri. Die Gemeinschaft trifft sich im Advent und in der Fastenzeit zur Feier der Laudes in der Pfarrei, ein Beitrag zur Erneuerung und Vertiefung des Gebetslebens für die ganze Gemeinde.