„Die er bei sich haben wollte“: Bevor Jesus seine Apostel aussandte, verlangte er von ihnen eine Zeit der Ausbildung, in der sich ein Verhältnis tiefer Verbundenheit und Freundschaft zwischen dem Herrn und ihnen herausbildete. Und genau das ist das Ziel eines Priesterseminars: Die wachsende innige Vertrautheit und Verbundenheit mit Jesus Christus in Vorbereitung auf das Priesteramt zu fördern und zu formen. Ein Priesterseminar soll deshalb in erster Linie eine Atmosphäre bieten, die diesen Ausbildungsprozess begünstigt und die Kandidaten in dieser Lebensphase umfassend begleitet. Ein Priesterseminar ist ein geistlicher Raum, in dem sich die Priesterberufung entfalten und in der Priesterweihe zur Erfüllung kommen kann (vgl. Pastores dabo vobis, Johannes Paul II. Nr. 42-43).
Wer sind wir?
Redemptoris Mater Köln ist das internationale missionarische Priesterseminar des Erzbistums Köln
Am 8. Dezember 2000 errichtete Joachim Kardinal Meisner das Erzbischöfliche Missionarische Priesterseminar Redemptoris Mater Köln. Im Errichtungsdekret appellierte er an die Verantwortung der Bischöfe für die Evangelisierung sowohl in ihren Diözesen als auch weltweit, und zwar in Gegenwart und Zukunft. Er übergab Redemptoris Mater Köln das Statut und die Lebensregel und stellte das Seminar unter den Schutz der Gottesmutter sowie der heiligen Edith Stein, der Mitpatronin Europas.
Mutter des Erlösers
Der Begriff „Redemptoris Mater“ (lat. „Mutter des Erlösers“) bezeichnet diözesane Priesterseminare weltweit, die getragen sind durch die Erfahrung des Neokatechumenalen Weges. Als Instrument zur Förderung einer neuen, kraftvollen Evangelisierung fand der Neokatechumenale Weg seit seiner Gründung im Jahr 1964 das Wohlwollen der Päpste. Papst Paul VI. gab dem Neokatechumenalen Weg seinen Namen. Die offizielle Anerkennung dieser pastoralen Wirklichkeit erfolgte am 11. Mai 2008 mit der endgültigen Approbation des Statuts des Neokatechumenalen Weges durch Papst Benedikt XVI.

