Zum Inhalt springen

Aktuelles

Ein Blick hinter die Kulissen von DOMRADIO.DE

Stiftergemeinschaft bei DOMRADIO.DE

Viele Mitglieder und Unterstützer unserer Stiftergemeinschaft hatten schon seit längerer Zeit den Wunsch geäußert, einmal hinter die Kulissen von DOMRADIO.DE zu schauen. Am 5. Mai war es schließlich so weit: Für gut eine Stunde nahmen sich Chefredakteur Renardo Schlegelmilch und Geschäftsführer Gerald Mayer Zeit, um der Stiftergemeinschaft die Arbeit des katholischen Multimedia-Senders näherzubringen und Fragen der Besucher zu beantworten.

Die Führung begann im vierten Stockwerk des DOMFORUMs. Von dort bot sich ein beeindruckender Blick auf die Domplatte und die Westfassade des Kölner Doms. Besonders spannend war für die Teilnehmenden der Besuch der Studioräume: Dort konnte die Gruppe eine Live-Sendung miterleben und zugleich die moderne Technik kennenlernen, mit der Gottesdienste und kirchliche Feiern übertragen werden.

Bei einer gemütlichen Kaffeerunde berichteten Schlegelmilch und Mayer anschließend von den Herausforderungen, aber auch von den vielen erfreulichen Entwicklungen in den vergangenen 25 Jahren DOMRADIO.DE. Eindrucksvoll schilderten sie Begegnungen mit Menschen aus Kirche und Gesellschaft und ließen wichtige Ereignisse noch einmal lebendig werden – darunter die Wahl von Papst Leo XIV. sowie die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Senders.

Besonders spürbar wurde für die Besucher, mit wie viel persönlichem Engagement die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DOMRADIO.DE ihren Auftrag erfüllen. Viele empfanden es als ermutigend zu sehen, dass dort nicht nur professionell gearbeitet wird, sondern dass der christliche Verkündigungsauftrag mit großer Überzeugung und Herzblut getragen wird.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen im Brauhaus Gaffel am Dom blieb noch ausreichend Gelegenheit, die vielen Eindrücke in geselliger Runde auszutauschen und persönliche Gespräche zu führen.

Prälat Heinz-Manfred Jansen

Abschied von Prälat Heinz-Manfred Jansen (1943-2026)

Der ehemalige Solinger Stadtdechant hatte im Jahr 2016 einen eigenen Stiftungsfonds im Stiftungszentrum gegründet

Für die meisten Menschen, denen Prälat Heinz-Manfred Jansen in seinem Leben begegnete, war er vor allem „der Pastor“, ein leidenschaftlicher Seelsorger. Seine vertrauten Weggefährten sahen in ihm aber auch einen „verlässlichen Freund“. In seiner Zeit als Solinger Stadtdechant von 1986 bis 2010 gehörte Pfarrer Heinz-Manfred Jansen sicher zu den prägendsten Persönlichkeiten der Solinger Kirche. Am 23. März 2026 ist er im Alter von 82 Jahren gestorben. Der gebürtige Dürener wuchs in Köln-Ehrenfeld auf. Die Aufbruchsstimmung im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils war für ihn eine zentrale Erfahrung seiner Studienzeit.

Am 3. Februar 1969 empfing Jansen durch Kardinal Josef Frings im Kölner Dom die Priesterweihe. Ein Dienst, der für sein Leben von grundlegender Bedeutung wurde: „Stünde ich, wie vor 50 Jahren, noch einmal vor der Entscheidung, ob ich Christus als Priester nachfolgen will, ich würde, wie damals, antworten: Adsum - Hier bin ich! Ich bin bereit!“, schrieb er anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums 2019. 

„Wenn der priesterliche Dienst – besonders durch kirchliche und gesellschaftliche Veränderungen und Probleme in den vergangenen Jahren – auch nicht immer leicht war, so hat die Freundschaft mit Christus und das Zusammenleben mit vielen Menschen, sowie das Dasein für sie, meinem Leben Sinn und Erfüllung gebracht. Denn es war für mich immer eine lohnende und große Aufgabe, Menschen die Botschaft vom göttlichen Leben in Fülle zu verkünden und Christus für sie berührbar werden zu lassen,“ schrieb Jansen im Rückblick auf seinen langjährigen priesterlichen Dienst.   

Nach Stationen als Kaplan und Religionslehrer in Wesseling und Köln-Buchheim kam er 1980 nach St. Joseph in Solingen-Ohligs. Von 1986 bis 2010 war er Stadtdechant von Solingen. Besonders die Jugendpastoral und die Unterstützung Wohnungsloser galten als seine Herzensthemen.

„Die Armen sind mir ans Herz gewachsen. Vor allem die, die auf der Straße leben, keine Bleibe mehr haben und noch viel weniger ein Zuhause“, sagt Jansen. „Christus hat den ganzen Menschen im Blick und so verstehe ich auch meinen priesterlichen Dienst.“ Einem Obdachlosen Ansehen und Würde zu geben, aber auch finanzielle Hilfen über den örtlichen Caritasverband – das war dem ehemaligen Solinger Stadtdechanten immer wichtig. Aber auch den jungen Menschen und ihrer Berufung galt seine Aufmerksamkeit. Sie seelsorgerisch zu begleiten und zu unterstützen, wenn sie einer priesterlichen Berufung folgen wollten, war ihm ein weiteres Herzensanliegen. Ebenso lag ihm sehr an einer guten Förderung der Kirchenmusik, für die er sich in den Pfarreien, in denen er wirkte, nach Kräften einsetzte. Im Jahr 2016 hat er daher einen Stiftungsfonds im Stiftungszentrum des Erzbistums Köln gegründet mit den Anliegen der Unterstützung von Obdachlosen, der Förderung von Priesternachwuchs und der Förderung von Kirchenmusik. 

Zum Goldenen Priesterjubiläum wünschte er sich nichts für sich persönlich, sondern bat, den Pastor-Jansen-Fonds mit Spenden zu unterstützen, um diesen Anliegen Nachdruck zu verleihen. Als Pfarrer im Ruhestand wirkte Jansen seit 2015 noch als Subsidiar in St. Josef und Martin in Langenfeld, bis seine gesundheitlichen Kräfte nachließen und sich sein Wirkungskreis vor etwa drei Jahren vor allem auf die eigenen vier Wände beschränkte. Nach langer, geduldig ertragener Krankheit ist er in der Passionswoche 2026 gestorben. In seiner Wahl-Heimat Ohligs auf dem Friedhof St. Joseph hat er nun seine letzte Ruhestätte gefunden. 

Weiterführende Infos:

Pastor-Jansen-Fonds
Gründung: 2016
Zweck: Förderung von Priesternachwuchs in Skandinavien und Mittel-, Ost- und
Südosteuropa, Förderung der Kirchenmusik in Solingen und Langenfeld, Caritasverband Wuppertal/Solingen für die Solinger Obdachlosen und Bergisches Hospiz Burgholz, Kirchengemeinde St. Joseph in Solingen-Ohligs, St. Martin/Josef in Langenfeld, Abtei Maria Laach, Verein vom Heiligen Land
Rechtsform: Stiftungsfonds der Erzbischöflichen Stiftung Köln
Stiftungskonto: IBAN DE 41 3706 0193 0034 0000 18 

Fahne in Fühlingen-2

Auf alten Pilgerwegen mit runderneuerter Wallfahrtsfahne

Der Frühling ist Pilgerzeit. Traditionell werden die Tage um Christi Himmelfahrt und vor Pfingsten in vielen rheinischen Pfarreien für das spirituelle Wandererlebnis genutzt.

Schon seit 360 Jahren pilgern jedes Jahr Erwachsene und Kinder von Wiesdorf, einem Stadtteil von Leverkusen nach Bergheim. Zum Jubiläum wurde nun die alte Pilgerfahne auch mit Mitteln aus dem Stiftungszentrum restauriert. „Wir wissen aber leider nicht, wie alt die Fahne ist“, sagt Brudermeister Markus Frimmersdorf, der die Pilgergruppe seit einigen Jahren anführt. „Unser geistlicher Begleiter, Kaplan Christoph Schmitz, hat das angeregt, und wir haben es gerne aufgegriffen, denn sonst hätte sich die Stickerei über kurz oder lang aufgelöst.“

Die Leverkusener Restauratorin Helena Szwierczynski hat zum Schutz des Ganzen ein feines Seidengewebe über die Stickerei gelegt. Dadurch konnte der weitere Zerfall des empfindlichen Textils verhindert werden. Die Kosten wurden sowohl durch private Spenden, als auch aus Mitteln des Stiftungszentrums im Erzbistum Köln, der Kirchengemeinde St. Stephanus und des Vereins Förderkreis St. Stephanus Bürrig gedeckt.

„Der Weg ist lang und die Fahne schwer, aber die Begeisterung für die Wallfahrt ist wieder da. Und so finden sich auch heute wieder Leute, die die Fahne den ganzen Weg über tragen“, sagt der Brudermeister. Wer mitpilgern möchte ist dazu herzlich eingeladen! Weitere Informationen im Pastoralbüro unter Telefon (0214) 31204500.

Über die Wallfahrt und die Fahne berichtete der Kölner Stadtanzeiger Bruderschaft Wiesdorf pilgert nach Bergheim und die Kölner Kirchenzeitung.