Cellitinnen-Augustinerinnen (Kloster zur hl. Elisabeth, Köln)

Entstehung und Aufgaben

Die Gemeinschaft wurde am 9. Januar 1312 in Köln als Beginenkonvent gegründet. Lore von Vylich, eine Kölner Bürgerin, schenkte der Begine Greta ihr Haus in der Antonsgasse. Dort, im sogenannten "Lorenkonvent", konnten bis zu zwanzig Frauen aufgenommen werden. Vorbild und Patronin der Beginen war Elisabeth von Thüringen. So widmeten sich die Frauen vor allem den Kranken und hilfsbedürftigen Familien – was in den Zeiten der Pest eine besondere Herausforderung war. 
Im Jahre 1454 nahm der Lorenkonvent die Regel des hl. Augustinus an und mit ihr eine klösterliche Lebensweise. Das Statut übenahmen die Schwestern von den Celliten, einem krankenpflegenden Brüderorden. Haus- und Ordenspatronin wurde die hl. Elisabeth. Nach einer schwierigen Zeit für die Klöster seit dem Ende des 18. Jahrhunderts – bedingt durch die französische Besatzung des Rheinlandes, die Säkularisation sowie den Preußischen Kulturkampf – wurde im Jahr 1893 in Schlebusch die erste Filiale gegründet. 
Es folgten weitere Gründungen. Die Schwestern kümmerten sich weiterhin um Kranke, nahmen alte Menschen bei sich auf und richteten Stätten für die Betreuung von Kindern sowie Nähschulen für Mädchen und Frauen ein. 
Während des 2. Weltkriegs wurde das alte Kloster 1944 durch Bomben zerstört. In der Folgezeit mussten Filialen aufgelöst und die Krankenhäuser in andere Trägerschaft übergeben werden. Das Mutterhaus wurde am Stadtrand von Köln in der Gleueler Straße neu errichtet und im Jahr 1953 eingeweiht. 
Auch heute ist die Gemeinschaft in der Kranken- und Altenpflege tätig sowie in der Pfarr- und Krankenseelsorge.

Lebensform

"Liebet Gott, sodann den Nächsten", fordert der hl. Augustinus als Grundlage des Ordenslebens. Von seinen Klöstern spricht er als "Gemeinschaft der Liebe". Dies soll im Zusammenleben, Beten und Arbeiten zum Ausdruck kommen. Im Geist des Evangeliums verzichten die Schwestern auf persönliches Eigentum, leben ehelos und gehorsam, jedoch "nicht wie Sklaven unter Zwang, sondern wie freie, unter der Gnade Gottes stehende Menschen". In diesem Sinne wollen sie in der Nachfolge Christi den Mitmenschen dienen.

Aufnahme und Ausbildung 

Die Gemeinschaft der Cellitinnen steht offen für Frauen ab 18 Jahren, die ihre Berufung zur Nachfolge Christi in deren Lebensweise erkennen. Zur Einführung in das geistliche Leben dienen ein einjähriges Postulat, zwei Jahre Noviziat und fünf Jahre Juniorat mit zeitlichen Gelübden. Dann folgt die endgültige, lebenslange Bindung durch die "ewigen Gelübde".

Kontaktadressen

Mutterhaus
Kloster zur hl. Elisabeth
Gleueler Straße 301
50935 Köln (Lindenthal)
Tel.: 0221 4301 021
Fax: 0221 4647 20
E-Mail: info@cellitinnen-zur-heiligen-elisabeth.de


Niederlassung im Erzbistum Köln
Malteser-Krankenhaus St. Hildegardis

Bachemerstr. 29-33
50931 Köln (Lindenthal)
Tel.: 0221 4003 0