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Eyecatcher_bild_Kintsugi_2024

Kreativer Zugang zu (Um)Brüchen im eigenen Leben:Risse vergolden

Einschneidende Erlebnisse – auch im Familienleben – können Risse und Brüche verursachen. Kintsugi – eine japanische Reparaturtechnik lädt ein (auch solche) Risse und Brüche neu zu betrachten.

Eindrücke von dem Angebot

4 Bilder

Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturtechnik und bedeutet übersetzt etwa »reparieren mit Gold«. Dabei wird zerbrochene Keramik (u.a. Teller, Tassen oder Schalen) mit einer Mischung aus einem besonderen Klebstoff und Goldstaubflocken wieder zusammengeklebt. Nach dem Zusammenfügen der Scherben zeichnet sich jedes Stück durch seine je einzigartige Individualität aus. Und dient gleichzeitig als goldene Verbindung zwischen Vergangenem und Neuem. 

Die kreative Beschäftigung lädt die Teilnehmenden ein, auch auf die Brüche und Verletzungen im eigenen Leben zu schauen, sie in die Biografie zu integrieren und als Teil von sich selbst zu akzeptieren.

 

Dieses Prinzip aus der japanischen Kultur lässt sich auch auf das menschliche Leben anwenden. Das Angebot passt beispielsweise gut in die Fastenzeit. Was gibt Mut, Stärke und Kraft bei Umbrüchen, in sogenannten „Dazwischen-Zeiten“, um einen Neuanfang zu wagen und einen guten Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit zu finden? Um im Bild zu bleiben: Mit dem gleichen Material – also denselben Ressourcen – aber mit einer neuen Perspektive auf das Objekt – gemeint ist das eigene Leben und seine Zerbrechlichkeit – kann etwas geheilt werden, selbst wenn die Narben sichtbar bleiben und akzeptiert werden, weil sie dazu gehören. 
Ergänzend können Heikus, kurze Dreizeiler-Gedichte in Reimform, dazu ausgedacht werden, die den Prozess des Reparierens begleiten

Das Angebot richtet sich an alle Generationen

1/2 Tag

Eine Auswahl von spirituellen Impulsen und Texten hilft, ins Gespräch zu kommen und auf die Bedürfnisse und Anliegen der Teilnehmenden zu reagieren.

Da dieses Angebot aus der japanischen Kultur kommt, wird sein Charakter zum Beispiel mit einer japanischen Tischdekoration, zu der Kirschblüten gehören können, unterstrichen.

Natürlich geht es auch um die Atmosphäre, die Zeit zum Nachdenken und die Gespräche, die beim gemeinsamen Tun entstehen.

Eine kleine Ausstellung, bei der die reparierten Gefäße gezeigt werden, rundet das Angebot ab. Dazu hat es bei uns gut gepasst, dass wir abschließend noch gemeinsam ein kleines japanisches Gedicht getextet haben.

Jede/r Teilnehmende bringt eine Schale, eine Unterlage (zum Beispiel ein Tisch-Set) und einen Spülschwamm mit einer rauen Seite mit.

Der Spezialkleber und Goldstaub sollten vom Veranstaltenden bereitgestellt werden.

Dieses Projekt wurde durchgeführt/eingereicht von: 

Ute Trimpert, Netzwerk Katholisches Familienzentrum Bornheim - An Rhein und Vorgebirge

Weitere Infos erhalten Sie über die Fachstelle Netzwerke Katholische Familienzentren

>> Mein Blitzlicht <<

Es hat so viel Spaß gemacht!

Am Ende unseres Workshops haben wir gemeinsam ein japanisches Haiku gedichtet (5/7/5 Silben). Es sagt alles:

Hand und Charakter
Heilung suchen und finden
Gold und Staub gewirkt

Helfen Sie mit, diese Ideenbörse zu füllen!

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:

Sonja Tannebaum  | Telefon 0221 1642 1550 | E-Mail

Marlies Walter | Telefon 0221 1642 1473 | E-Mail