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Erzbistum Köln - Roncalliplatz - Ökumenisches Gedenken

15. Juni 2015 (PEK 150603-KAS)

Erzbistum Köln 23.000 Glockenschläge werden am Freitag, 19. Juni um 20 Uhr, zu hören sein. Die Gedenk-Klänge werden in Köln vom „Dicken Pitter“ - der größten schwingenden Glocke der Welt - angestimmt und im Chor mit 230 weiteren Kirchen über das gesamte Erzbistum verteilt zu hören sein. Seit dem Jahr 2000 haben über 23.000 Flüchtlinge bei dem Versuch nach Europa zu gelangen ihr Leben verloren. Jedem einzelnen widmet das Erzbistum Köln nun einen Glockenschlag und fordert so eine "Globalisierung der Nächstenliebe". "Würde eine Glocke alle zwei Sekunden erklingen bräuchte sie für die 23.000 Schläge 12 Stunden- jeder Schlag in dieser Zeit steht für einen Toten: Kinder, Väter und Großmütter", erklärt Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Der Erzbischof will mit dieser Aktion auch einen Weckruf an die Politik senden: "Die Totenglocken sollen eine europäische Flüchtlingspolitik einfordern, die einen legalen Weg für Flüchtlinge nach Europa schafft."

Kardinal Woelki lädt an dem Abend des 19. Juni ab 19.30 Uhr außerdem auf dem Roncalliplatz am Kölner Dom zu einem Solidaritätsabend für Flüchtlinge ein. In einer ökumenischen Gedenkfeier unter der Beteiligung des Vizepräses der evangelischen Kirche Christoph Pistoriu, des Metropoliten der Orthodoxen Kirche von Antiochien Isaak Barakat und Generalbischof der koptisch-orthodoxen Christen in Deutschland Anba Damian wird beim Klang des "Dicken Pitter" der Opfer gedacht. Auf der Bühne werden Menschen ihre Geschichte der Flucht erzählen und es wird eine Podiumsdiskussion geben, an der sich Rupert Neudeck, Mitgründer des Cap Anamur sowie der MISEREOR-Geschäftsführer Dr. Martin Bröckelmann-Simon beteiligen. Zu hören sein werden die Percussiongruppe Mama Afrika, die Sängerin Judy Bailey und der Jugendchor St. Stephan. Bei dem Internationalen Buffet gibt es unter anderem Spezialitäten aus Ruanda, die Alphonsine Kayinamura-Ihunge zubereitet, die selbst Fluchterfahrungen machen musste.

Auf dem Roncalliplatz gibt es Informationen zur aktuellen Flüchtlingssituation und kirchliche Hilfswerke stellen ihre Arbeit vor. Die "Aktion Neue Nachbarn" des Erzbistums Köln wird Armbänder verteilen auf denen in unterschiedlichen Sprachen "Willkommen" steht, um so für eine Willkommenskultur zu werben. Über eine Videoleinwand wird der Direktor von Moas Martin Xuereb erklären, wie das Schiff der Organisation auf dem Mittelmeer Menschen rettet. Der gesamte Erlös des Abends geht an die Organisation Moas eine in Malta ansässige Seenotrettungs-Initiative. An dem folgenden Sonntag gibt es eine Sonderkollekte in den Kirchen des Erzbistums Köln, deren Erlös ebenfalls an die Organisation Moas geht. Neben dem Erlös erhofft sich Kardinal Woelki von den Glocken aber auch einen Weckruf für Gesellschaft und Politik. „Wir läuten für eine Globalisierung der Nächstenliebe. Es ist an der Zeit, dass wir alle etwas dafür tun“, ruft Rainer Maria Kardinal Woelki zu dem ökumenischen Solidaritätsabend auf.

 

Spendenkonto MOAS:

Empfänger: ASG Asche Stein Glockemann wg. M.O.A.S.
Empfänger: c/o. ASG, Neuer Wall 54, 20354 Hamburg
Konto-Nummer: 1002211801
IBAN: DE48200505501002211801
BIC: HASPDEHHXXX
Bank Name: Hamburger Sparkasse
Adresse der Bank: Ecke Adolphsplatz/Gr. Burstah, Hamburg, 20454

 

 

PROGRAMM

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18.00 Uhr

  • Eröffnung des Markt der Möglichkeiten auf dem Roncalliplatz (bis 22.00 Uhr)
  • In Pagodenzelten stellen sich Hilfswerke vor, es gibt internationale Gerichte und Musik. Der missio-Truck ist begehbar.

19.30 Uhr - 21.00 Uhr

  • Film: Bootsflüchtling Zena aus Eritrea
  • Interview mit drei Flüchtlingenaus Eritrea, Syrien und Vietnam
  • Gottesdienst
  • 20.00 Uhr
    Beginn Glockengeläut
    ‚Dicker Pitter‘ und 230 weitere Kirchenglocken aus dem Erzbistum Köln, dazu Schweigeminuten
  • Video-Live-Schalte zu Martin Xuereb, Direktor MOAS, Malta
  • Gespräch mit
    Rupert Neudeck (Cap Anamur, Grünhelme),
    Dr. Frank Joh. Hensel (Aktion Neue Nachbarn),
    Sylvia Löhrmann (Land NRW),
    Dr. Martin Bröckelmann-Simon (Misereor)

  • Appell von Kardinal Rainer Maria Woelki
  • Schlusssegen

ab 21.00 Uhr

  • Musik
  • Internationales Büffet
 

Moderation Gisela Steinhauer

 

 

Projektpartner