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Streichen, pflastern, graben:72 Stunden für den guten Zweck

72-Stunden-Aktion der Jugendgruppe Bonner Nord-Westen
Datum:
23. Apr. 2024
Von:
Newsdesk/dko
Katholische Jugendgruppe Bonner Nord-Westen nimmt an Sozialaktion des BDKJ teil und renoviert Witterschlicker Hütte

Bonn. Umgeben von dichten Bäumen und Büschen führt ein schlammiger Weg zu einer Holzhütte. Trotz andauernden Regens haben sich hier rund 40 motivierte Kinder und Jugendliche aus dem Bonner Nord-Westen versammelt. Ihr Ziel: Die Witterschlicker Hütte und das Gelände ringsherum renovieren, um es zu einem Jugendtreffpunkt ihres Sendungsraumes zu machen — und das in 72 Stunden!

„Es tut gut, an der frischen Luft zu sein und dabei etwas Gutes zu tun“, erzählt Marla, während sie gerade ein Fenster in der Küche der Witterschlicker Hütte putzt. Die 19-Jährige ist Messdienerin der Pfarrgemeinschaft Alfter Mitte-Süd. Die Gruppe nimmt zum ersten Mal an der bundesweiten Sozialaktion „Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion“ teil. Zusammen mit weiteren acht Jugendgruppen und -verbänden aus dem Bonner Nord-Westen, der KjG St. Margareta, der KSJ Klemens-Hofbauer-Gruppe, der DPSG St. Rochus, dem Pfadfinderstamm Martin Bucer, der Alfred-Delp-Gruppe und Messdienern aus dem Bonner Nord-Westen möchte sie im Rahmen der 72-Stunden-Aktion zum Erhalt des beliebten Jugendtreffpunkts beitragen.

72-Stunden-Aktion der Jugendgruppe Bonner Nord-Westen

Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft erfahren 

„Es ist schön, zu sehen, dass die unterschiedlichen Gruppen gemeinsam etwas erleben und dabei nicht nur etwas für sich, sondern auch für andere schaffen“, so Lukas Schmalenstroer, Organisator der 72-Stunden-Aktion im Bonner Nord-Westen. Bereits vor einem Jahr habe er mit der Planung dieses Projekts angefangen. Immer mehr Gruppen sollten in die Witterschlicker Hütte kommen, um diesen Ort für ihre Jugendarbeit zu nutzen. Das war seine Vision, denn Jugendarbeit ist ihm sehr wichtig. „Jugendliche brauchen einen Raum, wo sie Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft erfahren können“, so der Jugendreferent der katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus.

Vom Glauben geleitet die Welt ein Stückchen besser machen

Genau diesen Ansatz verfolgt die Sozialaktion, die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände organisiert wird. In 72 Stunden setzen Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland Projekte für andere oder mit anderen um, die die ‚Welt ein Stückchen besser machen‘ sollen. Die Projekte greifen dabei politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben ‚Hand und Fuß‘.

Allein im Erzbistum Köln sind rund 3.000 Kinder und Jugendliche in 145 Projekten beteiligt und leisten mit ihrem Tatendrang einen enormen gesellschaftlichen Beitrag. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki würdigt diesen bedeutungsvollen Einsatz: „Junge Menschen sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass sie sich von ihrem Glauben geleitet für ein besseres Morgen einsetzen. Ihr Engagement ist ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht in diesen herausfordernden Zeiten.“

72-Stunden-Aktion der Jugendgruppe Bonner Nord-Westen

Teamwork trotz schlechten Wetters

Zurück nach Bonn: Nicht nur in der Wittschlicker Hütte, sondern auch auf dem Gelände ringsherum wird tatkräftig gewerkelt. So hat sich die KSJ Klemens-Hofbauer-Gruppe das Pflastern der umliegenden Bodenfläche zur Aufgabe gemacht. Wegen des Regens ist der gesamte Boden aufgeweicht. Um das überschüssige Wasser abfließen zu lassen, haben sich die Jugendlichen überlegt, einen Graben auszuheben. „Indem die Jugendlichen selber Entscheidungen treffen und diese umsetzen, bauen sie eine ganz andere Bindung zu diesem Ort auf. Dabei stehen sie auch schwierige Momente gemeinsam aus“, erläutert Schmalenstroer, der als Hauptamtlicher zum zweiten Mal die Sozialaktion begleitet.

72-Stunden-Aktion der Jugendgruppe Bonner Nord-Westen

Das Problem mit dem durchnässten Erdboden ist eine dieser Herausforderungen, die Schmalenstroer andeutet. Doch statt hilflos daneben zu stehen, nehmen die Jugendlichen die Aufgabe auf sich. „Ich finde es gut, dass wir hier handwerklich etwas für eine gute Sache machen. Man bekommt dabei den Kopf frei und für Kinder ist es auch eine schöne Idee“, sagt Georg, der Leiter bei der KSJ ist. „Morgen bringe ich meinen Bruder mit. Der hat sehr viel Energie“ ergänzt Philipp darauf lachend. Auch der 20-Jährige ist Mitglied bei der KSJ und begeistert von der Aktion.

Auf der anderen Seite der Hütte schleifen gerade ein paar Jungen eine Holzbank. Sie sind Messdiener der Kirchengemeinde St. Thomas Morus. Auch der 10-jährige Justus ist dabei und freut sich, an dem Projekt teilzunehmen. „Es macht richtig viel Spaß hier zu sein. Besonders gut gefällt mir, dass wir draußen sind, trotz des schlechten Wetters“, erzählt er freudenstrahlend.

Auch die Alfred-Delp-Gruppe ist trotz des Regens voller Tatendrang dabei. An der Auffahrt zur Hütte möchte die Gruppe einen Zaun mit einer Toreinfahrt bauen. „Das Wetter könnte zwar besser sein, aber wir sind froh, dass die Aktion klappt“, erklärt Martin. Als der Regen stärker wird, geht die Gruppe in eins der aufgestellten Proviantzelte. Hier haben Pfadfinder des Martin Bucer-Stamms warme Brühe gekocht und schneiden gerade das Gemüse für das Abendessen. Es soll Wraps geben.

Ein Ort für sich, aber auch für andere

„Natürlich war es zu Beginn eine kleine Herausforderung die unterschiedlichen Gruppen an einen Tisch zu bekommen, die Aufgaben zu verteilen und das Wochenende zu koordinieren“, so Schmalenstroer über die Planung der Sozialaktion. Mit dem Ergebnis ist er aber sehr zufrieden: „Gemeinsam arbeiten die Jugendlichen an einem Ort für sich, aber auch für andere.“

Ein Ort, der in 72 Stunden mit Erinnerung gefüllt wird und zu einem besonderen Treffpunkt wird.

"Himmel und Erde"-Radiobeitrag zur Aktion, Radio Köln, vom 21. April 2024
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