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Alle Christen sind gemeinsam Lichtbringer:Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2026 in Köln

(v. l.) Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Pfarrerin Susanne Beuth, Bischof Emmanuel von Christoupolis, Rainer Will, Anna-Maria Fischer, Bischof und Gastgeber Serovpe Isakhanyan, Tim Lindfeld, Reverend Christopher Easthill, Reinhardt Schink, Präses Thorsten Latzel und Diakon Sayad Boyacian.
Datum:
26. Jan. 2026
Von:
Newsdesk/ras
Am 25. Januar fand der bundesweite Abschlussgottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Kathedrale St. Sahak-St. Mesrop in Köln-Niehl statt.

Köln. „Unsere Unterschiedlichkeit ist kein Hindernis, sondern ein Reichtum auf unserem Weg zu einer Einheit.“ Das hat der Primas der Armenisch Apostolischen Kirche in Deutschland, Bischof Serovpe Isakhanyan als Gastgeber für den bundesweiten Abschlussgottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen betont. Erstmalig fand diese Liturgie, die in diesem Jahr auf den Tag des Festes der Bekehrung des Apostels Paulus fiel, im Bischofssitz der Armenisch Apostolischen Kirche statt.

Die Kathedrale St. Sahak-St.Mesrop in Köln-Niehl war früher einmal die katholische Pfarrkirche St. Christophorus und ist heute für die liturgischen Bedürfnisse der armenischen Kirche umgebaut. Die ökumenische Gemeinschaft sei in einer „Welt von Spaltungen“ ein Licht der Hoffnung. Deshalb habe man sich für die Liturgie an der „Lichttheologie der armenischen Kirche“ orientiert, um das „gütige Licht Christi in unsere Seelen aufgehen“ zu lassen, so der Bischof.

Der Gottesdienst griff deshalb in seinen drei biblischen Texten, beim Einzug einer Kerze unter armenischem Gesang sowie beim Austeilen des Kerzenlichts von Teilnehmer zu Teilnehmer diese Symbolik auf. In seiner Predigt forderte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der anglikanische Reverend Christopher Easthill, alle Christen dazu auf „gemeinsam Lichtbringer“ zu sein. Uneinigkeit, Konflikte und Spaltungen führten dazu, dass die Botschaft des Lichtes verdunkelt würde.

Easthill sagte weiter: „Überall auf der Welt haben Eigennutz, Machtliebe, Gier, Ab- und Ausgrenzung, sowie Angst- und Hassbotschaften gerade Konjunktur.“ Gegen diese Kräfte sollten die Christen „gemeinsam und geeint das Licht vom Licht entgegenstellen“. Er ergänzte: „Wir sind Zeugen des Wortes und der Tat! Es gibt keinen Glauben ohne Handlung.“ Sein ökumenisches Verständnis formulierte er folgendermaßen: „So verstehe ich unsere kirchliche Vielfalt: bunt, kreativ, abwechslungsreich, aber sich immer aus der gleichen einen Lichtquelle speisend. Das Wesen der Berufung ist, die harmonische Einheit unseres Lebens in Christus inmitten unserer Vielfalt widerzuspiegeln.“

Das Erzbistum Köln wurde in diesem Gottesdienst von Anna-Maria Fischer, Leiterin des Fachbereiches „Dialog der Konfessionen, Religionen & Weltanschauungen“ im Erzbischöflichen Generalvikariat vertreten. Sie hob nach der Liturgie hervor: „Es war ein bewegender Gottesdienst, geprägt von Vielfalt, Licht und wunderschönem Gesang. Einheit entsteht durch Begegnung und gegenseitige Einladungen. Der heutige Tag war wieder ein Schritt in die gemeinsame Richtung.“ Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des in Armenien beheimateten Geghard-Frauenchores, der mit seinem vielstimmigen und hellen Gesang die Symbolik des Lichtes akustisch auf den Punkt brachte.

Die konfessionelle und gesellschaftliche Bedeutung des Abschlusses der Gebetswoche in Köln zeigte sich einerseits in der sichtbaren Pluralität der christlichen Glaubensgemeinschaften am Ambo und in der Gottesdienstgemeinde bis hin zur Heilsarmee, die aufgrund ihrer Uniform erkennbar war. Andererseits brachten auch Kölns Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger, die armenische Botschaftsrätin Lusine Davtyan und als Vertreter der NRW-Staatskanzlei Dr. Georg Manten ihren Dank für das gemeinschaftsbildende Wirken der Konfessionen in der Gesellschaft zum Ausdruck.

Die ökumenische Gebetswoche

Die Idee einer Gebetswoche gibt es seit 1910, seit 1968 wird sie gemeinsam vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und der Kommission Glaube und Kirchenverfassung vom Ökumenischen Rat der Kirchen vorbereitet. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr vom 18. bis 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert. 

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