Ein Interview mit Pfarrer Lambert Schäfer:Altar wird nach 50 Jahren geweiht

Wie ist es passiert, dass der Altar über Jahrzehnte ungeweiht geblieben ist?
Diese Frage kann heute niemand mehr schlüssig beantworten, da der Altar in den 70er Jahren, also vor ca. 50 Jahren errichtet wurde, sind viele der Zeitzeugen leider schon verstorben. Ich kann nur mutmaßen, dass es schlicht vergessen wurde. Jedenfalls ergaben Nachforschungen im Pfarrarchiv in Wipperfürth und in den bischöflichen Akten in Köln keinerlei Hinweis auf eine vorgenommene Altarweihe. Im Zuge der Renovierung in den 70er Jahren war der neue Altar errichtet worden gemäß den veränderten Vorschriften des 2. Vatikanischen Konzils. Aber der alte Hochaltar blieb erhalten und an seinem Platz stehen.
Nun: Menschen machen Fehler und können diese korrigieren. Das wollen wir nun tun!
Was war ausschlaggebend für die Weihe am kommenden Sonntag?
Aufgrund von auftretenden Rissen in den Mauern der St.-Clemens-Kirche wurde vor etwa drei Jahren mit aufwendigen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen begonnen, die vom Kirchenvorstand ehrenamtlich sehr engagiert begleitet wurden. Während der Arbeiten wurde ich von verschiedenen Wipperfelder Bürgern angesprochen, ob der in den siebziger Jahren neu errichtete Altar denn nun auch konsekriert werde. Daraufhin habe ich eben nachforschen lassen, ob das wirklich noch nicht geschehen war. Das Ergebnis der Nachforschungen habe ich oben genannt. Zunächst habe ich dann eine Anfrage an das Büro des Erzbischofs gestellt. Als geklärt war, dass es auch dort keinerlei Hinweise auf eine Altarweihe in St. Clemens gab, haben wir begonnen, die Feier am 01.02.26 vorzubereiten.
Was wird sich durch die Weihe des Altars für Sie persönlich ändern?
Zu dieser Frage zunächst eine Vorabinformation: die Kirche feiert in alter, biblischer Tradition die Hl. Messe auf geweihten Altären in ihren Kirchen. Dabei war es schon in der Urkirche üblich, die Hl. Messe auf den Gräbern von Märtyrern im Gedenken an diese zu feiern. Daraus entwickelte sich der Brauch, dass in den Altarplatten eine kleine Kapsel mit Gebeinen von Heiligen eingelassen wurde. So wird der Altar quasi zum Grab eines Heiligen, auf dem wir die Hl. Messe feiern.
Genau das wird bei der Altarweihe in St. Clemens geschehen: der Erzbischof wird in die vorhandene, aber noch leere Grabstelle eine Kapsel mit Reliquien von Heiligen hineinlegen. Diese Stelle wird während der Feier zugemauert und der Wipperfelder Altar ist dann wie die Grabstelle eines Heiligen. Zu Beginn und am Ende jeder Messe begrüßt der Zelebrierende den Altar mit einem Kuss: das ist der brüderliche Kuss, den wir mit den Heiligen und mit Christus austauschen. Denn der Altar ist nicht nur eine Grabstelle, sondern als Ganzer symbolisiert der Altar auch immer Christus, den Herren.
So ist die Feier am 01. Februar für mich persönlich die Vollendung der Errichtung eines neuen Altares in St. Clemens!
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