Spendengelder unterstützen Menschen in der direkten Nachbarschaft

15. November 2022 Newsdesk/Je, DICV Köln

Köln. Vom 19. November bis 10. Dezember 2022 machen sich im Erzbistum Köln wieder tausende Ehren­amt­liche auf den Weg von Haus­tür zu Haus­tür, um Spenden für Menschen zu sammeln, die in eine beson­dere Not­lage geraten sind. Die größte öku­menische Spenden­aktion von Caritas und Diakonie in NRW gibt es seit mehr als 70 Jahren – jeweils im Sommer und in der Advents­zeit. Die Sammler­innen und Sammler weisen sich durch einen Sammlungs­ausweis aus.

„Es ist ein wichtiges Zeichen der Solidari­tät und Nächsten­liebe in bewegten Zeiten, die unsere Sammler­innen und Sammler zu den Men­schen bringen“, so Klaus Fengler, Verantwort­licher für die Gemeinde­caritas im Kölner Diözesan-Caritas­verband. „Mit dem diesjährigen Motto ,An der Seite der Armen` wollen wir zum Aus­druck bringen, dass wir nie­manden alleine lassen und dort hin­sehen und helfen möchten, wo das Le­ben gerade aus der Bahn geraten ist.“

95% der Spenden für caritative Arbeit in Kirchen­gemeinde vor Ort

Not und Armut haben viele Gesichter. Nicht nur Menschen, die an der unteren Grenze des Existenz­mini­mums leben, geraten in Not. Steigende Energie- und Lebens­haltungs­kosten und noch nicht abseh­bare wirtschaft­liche Folgen von Pandemie, Ukraine­krieg und Klima­wandel betreffen jeden Einzelnen. Auch ältere Men­schen sind zunehmend von Armut bedroht. „Die Auf­gabe unserer Sammler­innen und Sammler geht weit über die Kollekte von Spenden­geldern hinaus: Sie haben ein offenes Ohr für private Not­lagen und für die Sorgen der Men­schen in ihrer Nachbar­schaft“, so Fengler. Einge­setzt wird das Geld aus der Advents­sammlung etwa für die Haus­aufgaben­betreuung in der Pfarr­gemeinde, finan­zielle Not­lagen von Senior­innen und Senioren und die Unter­stützung von Familien. 

Bei der Advents­sammlung 2021 kamen insgesamt 269.390,40 Euro zusammen, davon konnten 255.920,88 Euro für Menschen und Projekte in den Pfarr­gemein­den im Erzbistum Köln zur Ver­fügung gestellt werden. Damit stehen 95% der Spendengelder direkt für die caritative Arbeit der Kirchengemeinde vor Ort zur Verfügung.

Gemeinden suchen Helfer für Sammelaktion

Oft gibt es nicht genügend Ehren­amtliche, oder die Corona-Pandemie macht ein persön­liches Sammeln unmöglich. Für diese Fälle gibt es vorbe­reitete Über­weisungs­träger.

Die Gemeinden freuen sich des­halb auch über neue ehren­amtliche Sammler­innen und Sammler, die sich für den Nächsten enga­gieren möchten. Wer keinen Besuch be­kommt und dennoch spenden möchte, kann sich auch im Pfarr­büro seiner Gemeinde melden.