Kardinal Woelki - abgesagte Weihnachtsmärkte - Ideen für eine christliche Adventszeit

4. September 2020 (pek200904))

Erzbistum Köln. Angesichts der vielerorts abgesagten Weihnachtsmärke hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki dazu aufgerufen, die diesjährige Adventszeit als eine Chance für die Kirche zu sehen. Ihm tue es für die vielen Menschen leid, die im Advent die besondere Atmosphäre dieser Märkte genießen, sagte Woelki im Interview mit DOMRADIO.DE. Damit biete diese ungewöhnliche Adventszeit aber auch die Möglichkeit, die christliche Botschaft des Advents ganz neu in den Vordergrund zu stellen. "Advent ist die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Wir warten auf den Immanuel, den Gott mit uns. Viele Menschen erfahren gerade den Advent mit seiner Atmosphäre, mit dem Licht, mit den Liedern als einen Ort, wo sie auch spürbar Nähe erfahren können", so der Erzbischof.

Er könne sich deshalb beispielsweise vorstellen, dass Gemeinden einen großen Adventskranz aufhängen, am Abend zu einer Vigilfeier einladen und dort Menschen zum persönlichen Gespräch zur Verfügung stehen. „Ein Bläserchor könnte Adventslieder spielen, ein Chor könnte singen, und es könnten kurze textliche Impulse gegeben werden, wo andere sich alleine fühlen". Auf Facebook lädt Woelki in einem Post dazu ein, solche innovativen und kreativen Ideen zu sammeln: "Ich freue mich, wenn wir uns dieser Herausforderung gemeinsam stellen! Schreibt mir doch gerne hier, welche Ideen Ihr für die Advents- und Weihnachtszeit entwickelt."

Interview von Kardinal Woelki bei DOMRADIO.DE