Traditionelle Reise:Bildungsfahrt der pastoralen Dienste der Internationalen Katholischen Seelsorge ins Allgäu

Es war ein umfangreiches Programm, das die Teilnehmenden der diesjährigen Bildungsfahrt für die pastoralen Dienste der Internationalen Katholischen Seelsorge (IKS) in Baden-Württemberg und Bayern erwartete – und mit Begeisterung waren alle dabei.
Unter den 47 Mitreisenden waren Priester, Patres, Schwestern sowie Helfer in der Pastorale, die sich gemeinsam auf den Weg ins Allgäu gemacht hatten. Aus vielen verschiedenen fremdsprachigen Gemeinden der IKS setzte sich so eine sehr lebendige Gruppe zusammen: Mit dabei waren unter anderem Teilnehmende aus Ghana, Eritrea, Italien, Polen, Kroatien, Ukraine, Brasilien oder den Philippinen – letztendlich war von jedem Kontinent ein Seelsorger dabei.
Zu Besuch in verschiedenen Klöstern
Am Montag (26.10.) fuhr die Gruppe zum Kloster Bonlanden, Mutterhaus der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau (OSF), im württembergischen Allgäu gelegen, wo man für die kommenden Tage das Quartier bezog. Am Abend wurde in der Klosterkirche der Eröffnungsgottesdienst gefeiert, abends kam man miteinander ins Gespräch.
Die nächste Station tags darauf war das Kloster Ottobeuren; hier hießen die Benediktiner die Gruppe willkommen. Nach der Feier der heiligen Messe in der barocken Basilika St. Alexander und Theodor führte Frater Vitalis Maria OSB, der jüngste Mönch im Kloster, durch die Kirche und gab einen historischen Überblick. In Ottobeuren beten und arbeiten die Benediktiner seit dem Jahre 764 ununterbrochen. Nach der Führung beteten die Besucher aus Köln zusammen mit den Mönchen die Mittagsore (Sext) und der Prior-Administrator, Pater Christoph Maria Kuen OSB, begrüßte die Teilnehmer, nachmittags ging es weiter zum Schloss Neuschwanstein.
Zufallsbegegnungen
Bei ihrer Tour durch das Allgäu besuchte die Gruppe auch noch St. Leonhard in Pfronten, die Breitachklamm und die Loretto-Kapellen in Oberstdorf. Und wie der Zufall es wollte, traf Weihbischof Dominikus Schwaderlapp an der Breitachklamm auf zwei Jugendliche, die ihn gleich erkannt und angesprochen hatten, weil er sie gefirmt hatte.

Am Donnerstag wurde als letzte Station das Zisterzienser-Kloster Birnau am Bodensee aufgesucht, wo just an diesem Donnerstag und Freitag die Reliquien der heiligen Bernadette Station gemacht hatten. So wurde auch hier eine hl. Messe gefeiert; und da mit dem Kölner Weihbischof alle Priester der IKS konzelebrierten und die Kirche gut gefüllt war, wurde daraus sogar fast so etwas wie eine kleine Festmesse, wie man vor Ort augenzwinkernd feststellte.
Stets herzlich willkommen
Insgesamt fühlte sich die Gruppe auf ihrer Reise durch das Allgäu herzlich aufgenommen und willkommen – und diese Herzlichkeit gaben die Teilnehmenden bei ihrem Besuchen gerne zurück.
Weihbischof Schwaderlapp bedankte sich anschließend bei der Gruppe: „Sie haben ein Glaubenszeugnis abgegeben, weil sie als katholische Priester und Schwestern erkennbar waren.“
Dass die Tour der IKS so guten Anklang fand, liegt sicherlich auch an der sorgfältigen Organisation durch Referent Ingbert Mühe, der die Tradition der Bildungsreisen in seinem Amt quasi geerbt hat. Denn es gibt sie seit rund zwanzig Jahren, eingeführt mit dem Ziel, den Angehörigen der fremdsprachigen Gemeinden ein wenig von dem Land zu zeigen, in dem sie jetzt leben. Heute ist die Veranstaltung auch eine Form des Austauschs mit den Kirchen vor Ort und trägt zusätzlich zur Vernetzung bei.
„Das ist auch ein Bekenntnis für das, was wir tun“, sagt Ingbert Mühe, der auf eine gelungene Reise mit vielen spannenden Impulsen zurückblickt. Und es bleibt spannend: Die Bildungsreise im nächsten Jahr wird nach Magdeburg führen.
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