Grußwort: Weihbischof Steinhäuser lädt ein zum Hinschauen und Mittun

10. Mai 2021 pek210510

Köln. Der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser lädt in seinem Grußwort zum anstehenden Start des 3. Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) am 13. Mai in Frankfurt zum Hinschauen und Mittun ein und dankt allen Beteiligten für ihr Engagement. 

Dass der ÖKT nun unter den Stichworten digital und dezentral veranstaltet werden müsse, sei angesichts der nach wie vor steigenden Inzidenzzahlen der Corona-Pandemie verständlich und nachvollziehbar. Es sei dennoch sehr schade, zumal sich viele sehr auf die Begegnung mit so vielen anderen Christen in Frankfurt gefreut und sich mit viel Engagement, Kreativität und über Konfessionsgrenzen hinweg auf die Tage vom 13.-16.05.2021 vorbereitet hätten, so der Weihbischof. „ Für Ihr Engagement möchte ich Ihnen als Bischofsvikar für Ökumene im Erzbistum Köln herzlich danken. Es soll nicht vergeblich gewesen sein.“ 

In Bezug auf das Leitwort des 3. ÖKT „Schaut hin“ (vgl. Mk 6,38) bemerkt Steinhäuser in seinem Grußwort, dass in diesen Zeiten aus dem Hinschauen oft ein bloßes Zuschauen werde und der Eindruck entstünde, dass das eigene Handeln keinen Einfluss mehr auf die großen Entwicklungen habe. „ Gleichzeitig werden wir als Christen in unserem Wirken in der Welt immer stärker angefragt. Sehen wir in diesen Anfragen eine Chance, der Resignation zu entgehen“, so der Weihbischof.

Alle Menschen seien eingeladen, den Blick weg von sich selbst hin auf den auferstandenen Herrn und das Wirken des Heiligen Geistes zu richten. So werde aus dem Zuschauen wieder ein Hinschauen und Mittun. 

„Bleiben wir dem Aufruf Jesu „Schaut hin“ treu, so entdecken wir die vielen Gemeinsamkeiten christlicher Glaubenstraditionen, die gerade heute wertvoller und prägender sind, als die Betonung der Unterschiede es uns lange glauben lassen wollten. Ich freue mich, eine so rege ökumenische Arbeit in unserem Erzbistum zu erleben, die nicht nur beim Hinschauen bleibt, sondern auch tatkräftig in wegweisenden Projekten umgesetzt wird“, so Weihbischof Steinhäuser.

In seinem Schreiben wirbt er zudem dafür, die Verlegung des ÖKT in den digitalen Raum nicht als reinen Verlust zu sehen, sondern darin die Gelegenheit zu erkennen, stärker auf das eigene ökumenische Handeln vor Ort zu schauen.