„Im Vertrauen“ – Begleitung in Krankheit, Sterben und Trauer

25. Mai 2022 Newsdesk/kli
Diözesantag Hospiz 2022 im Maternushaus

Beim dies­jährigen Diözesan­tag Hospiz zum Thema „Im Ver­trauen“ am 24. Mai im Köl­ner Maternus­haus ging es vor allem um die Fragen, wie man sich in besonders ver­letz­lichen Situa­tionen zuge­wandt ein­bringen kann, damit Men­schen sich in ihrem Leid nicht allein­gelassen fühlen und wie Ange­bote gestal­ten werden müssen, um Men­schen auch in der Untröst­lich­keit zu ermög­lichen, sich anzuver­trauen.

Von der Vertrauens­bildung am Lebens­ende als Aufgabe für Be­gleiten­de, berich­tete Petra Mayer, Ethik­beraterin, Media­torin und Kranken­schwester, in ihrem Impuls­vortrag zu Beginn der Veran­staltung. Einen Blick nach vorn auf der Basis des Be­währten wagte Dirk Blümke, Leiter der Fach­stelle Hospiz­arbeit, Palliativ­medizin und Trauer­beglei­tung des Malteser Hilfs­dienst e.V., in seinem Vor­trag mit dem Titel: „Ver­trauen in die Zu­kunft der Hospiz­bewegung“. Auch bei Monika Müller, Fach­buch­autorin, Thera­peutin, Super­visorin, und Heraus­geberin des Fach­magazins LEID­faden, ging es um die ver­schiedenen Facetten des „Ver­trauen am Lebens­ende“. Nach einer „ aktiven“ Pause mit Foto­gestal­tung durch Teil­nehmende, stellte die Koor­dinatorin des Ökume­nischen Hospiz­dienstes Wipper­fürth/ Kürten, Regina Löhr, unter dem Titel „Ver­trauen durch Menschen­liebe“ Gestaltungs­möglich­keiten für Haupt- und Ehren­amtliche im hospiz­lichen Kon­text vor. Eine Auf­führung der Kinder und Jugend­lichen des Zirkus Linoluckynelli sowie ein geist­licher Impuls runde­ten das Pro­gramm des Tages ab.

Der jähr­liche Diözesanvhospiztag trägt zum An­liegen der Hospiz­bewegung bei, das Sterben zu ent­tabuisieren, als eine Phase des Lebens kul­tiviert zu gestal­ten und zu beglei­ten. Die christ­liche Kultur, Ster­bende und ihre Ange­hörigen nicht alleine zu lassen, findet in der Hospiz­bewegung neue Zu­stimmung und einen neuen Aus­druck. Im Erz­bistum Köln gibt es zahl­reiche statio­näre Hospize, Palliativ­stationen, Kinder­hospize, Ambulante Hospiz­dienste und Palliativ­dienste sowie über 8.000 ehren­amtlich Engagierte.

Veran­stalter des Hospiz­tages sind die Hospiz­seel­sorge im Erz­bistum Köln und der Diözesan-Caritas­verband.

Im DOMRADIO.DE-Inter­view erklärt Ulrich Fink, Diözesan­beauf­tragter für ethische Fra­gen im Erz­bistum Köln, warum das Ver­trauen am Lebens­ende so wichtig ist, wie es Beglei­tenden ge­lingen kann, dieses Ver­trauen zu gewinnen und welche Aspekte der Ver­trauens­bildung beson­ders wichtig sind. Das voll­ständige Interview finden Sie hier:
https://www.domradio.de/audio/ein-interview-mit-ulrich-fink-dioezesanbeauftragter-fuer-ethische-fragen-im-erzbistum-koeln