Abschiedsgottesdienst im Dom - Prälat Bachner wird Nachfolger

9. März 2015 StA Kommunikation/Je, Domradio.de

Norbert Feldhoff feierte seinen Abschiedsgottesdienst am Samstag, den 7. März 2015. Mit dabei waren Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und die Mitglieder des Kölner Domkapitels. 

 

Feldhoff hatte schon zu seinem 75. Geburtstag am 3. November vorigen Jahres statutengemäß seinen Rücktritt eingereicht. Am 1. März begann für ihn der Ruhestand - also wenige Wochen nach seinem Goldenen Priesterjubiläum. Eigentlich wollte Feldhoff "nur" Seelsorger werden. Dass der Geistliche dann doch mit Verwaltungs- und Finanzfragen betraut wurde, liegt an seinem Sinn für juristisches und mathematisches Denken. Natürlich sieht er den Hauptauftrag der Kirche in der Verkündigung.

 

Zugleich wendet er sich aber gegen "die typisch kirchliche Mentalität, aus pastoralen Gründen Finanzierungsfragen zu übergehen". Ob Etat oder Erwachsenenbildung, Kindergärten oder Karitatives, Personalentscheidungen oder Pastoralpläne - der Generalvikar und langjährige Vizepräsident des Deutschen Caritasverbandes musste stets Verhandlungsgeschick zeigen. Dabei machte er sich auch die Kölner Art der Konfliktlösung zu eigen, verfasste gar ein Buch über den kölschen Klüngel.

 

Große Verdienste um die Domkirche

Als Dompropst setzte sich Feldhoff dafür ein, dass die Kathedrale mit den jährlich rund sechs Millionen Touristen ein Gottesdienstraum bleibt. Mit gewissem Stolz verweist er darauf, dass dort jährlich 3.500 Gottesdienste gefeiert werden, weit mehr als in anderen Bischofskirchen. Damit die Besucher des Südturms die Messen nicht stören, wurde ein unterirdischer Zugang gelegt und das fast zwölf Meter dicke Domfundament durchbohrt. "Nirgendwo sonst auf der Welt kann man ein mittelalterliches Fundament von innen sehen", begeistert sich der Dompropst.

 

In seiner Amtszeit wurden Innen-Beleuchtung, Lautsprecheranlage und der Teppich in der Dom-Vierung erneuert. Und: Das Domkapitel entschied sich fürs abstrakte Südquerhaus-Fenster von Gerhard Richter, das Meisner gar nicht zusagte. Der wollte schon auf dem "Höhepunkt der Wut" seinen Bischofssitz im Dom verlegen, um das Fenster nicht sehen zu müssen, verriet der Dompropst hinterher augenzwinkernd. Aber Feldhoff wäre nicht Feldhoff, wenn er den Erzbischof nicht hätte versöhnlich stimmen können. Der Bischofsstuhl blieb am alten Platz.

 

Auch in Zukunft Dom-nah

Auch im Ruhestand will Feldhoff in Domnähe wohnen. Einen Wechsel in seine Geburtsstadt Düsseldorf schließt er kategorisch aus. Kriegsbedingt habe er dort ohnehin nur elf Jahre seiner Kindheit und Jugend verbracht. In Köln lebe er dagegen nun seit 45 Jahren. Feldhoff: "Ich bin total eingekölscht."

Einen Nachfolger gibt es auch schon: Das Domkapitel wählte am 3. März Prälat Gerd Bachner zum neuen Dompropst. Dessen Einführung findet am 19. April um 10 Uhr statt. Domradio.de überträgt den Gottesdienst live.

 

Ansprache von Domdechant Monsignore Robert Kleine

 

 

Zum Abschluss der Festmesse zur Verabschiedung von Dompropst Feldhoff hat Domdechant Monsignore Robert Kleine in einer Ansprache das Engagement, mit dem Feldhoff sein Amt ausgefüllt hat, gelobt. Er habe dem Kölner Dom ein ganz persönliches Gesicht gegeben.