Aussagen von Papst Franziskus und Kardinal Woelki sind miteinander vereinbar

14. Juni 2022 pek220614
Kardinal Woelki (Archivbild)

Heute wird me­dial ein Inter­view mit Papst Franzis­kus verbrei­tet, das am 19. Mai mit den zehn Chef­redak­teurinnen und -redak­teuren der euro­päischen Kultur­zeit­schrif­ten der Jesuiten ge­führt wurde. Auf­grund der zahl­reichen Nach­fragen zu diesem Text möchte das Erz­bistum Köln fol­gende ergän­zende Ein­ordnung vor­nehmen:

Die Aus­sagen von Kar­dinal Woelki zum Hinter­grund der Aus­zeit sind korrekt. Wie Kar­dinal Woelki bereits vor eini­ger Zeit aus­geführt hat, hatte er tat­sächlich den Wunsch, ange­sichts der star­ken Belas­tung, die großen, 30-tä­gigen Exer­zitien nach dem hl. Igna­tius von Loyola zu machen. Dass daraus aber eine vier­einhalb­monatige Auszeit wurde, geht auf den Wunsch des Hei­ligen Vaters zurück.

Auch die Aus­sage, der Hl. Vater hätte den Erz­bischof um seinen Rück­tritt gebe­ten, steht letzt­lich in Ver­bindung mit den Aus­sagen von Kar­dinal Woelki. Der Papst hat die Bitte ge­äußert, Kardinal Woelki möge das Amt als Erz­bischof von Köln zur Ver­fügung zu stellen, der Kar­dinal hat diese Bitte mit in sein Ge­bet ge­nommen und dann in der Hal­tung innerer Frei­heit den Amts­verzicht ange­boten. So wurde es auch kommuniziert.

Von wei­teren Visita­tionen ist nichts be­kannt. Kürz­lich hatte die Bischofs­kongre­gation des Hl. Stuhls dem Köl­ner Erz­bischof im Rah­men eines Briefes von Kar­dinal Ouellet einen ordnungs­gemäßen Um­gang bei der Finan­zierung der Gut­achten zum Um­gang mit sexuali­sierter Ge­walt sowie der weiteren Verwen­dung der Mittel eines Erz­bischöf­lichen-­Fonds be­scheinigt. Grund­lage dafür war die Prü­fung durch den Prä­fekten der Klerus­kongre­gation.

Zu wei­teren Äuße­rungen oder Maß­nahmen der Bischofs­kongre­gation kann nur diese selbst sich äußern. Auch bitten wir um Ver­ständnis, dass wir wei­tere Aus­sagen des Hei­ligen Vaters nicht kommen­tieren.