Aufruf wendet sich an unbekannte Missbrauchsbetroffene von Pfarrer Ue.

2. Juni 2022 pek220602

Auch nach der nun rechts­kräftigen Ver­ur­teilung eines Priesters zu einer lang­jährigen Haft­strafe wegen sexuellen Miss­brauchs, setzt das Erz­bistum Köln die Suche nach mög­lichen weiteren Be­troffenen fort. Aus diesem Grund er­folgen im Zeit­raum vom 4. bis 12. Juni 2022 Auf­rufe und Aus­hänge an den früheren Einsatz­orten von Pfarrer Ue. Ziel ist es, mögliche bis­her unbe­kannte Be­troffene zu erreichen, und ihnen die notwen­dige Hilfe und Unter­stütz­ung zu­kommen lassen zu können.

Als Krankenhaus- und Kreis­jugend­seel­sorger sowie als geist­licher Leiter des KjG Diözesan­ver­bandes hatte Ue. einen breiten Wir­kungs­radius im Erz­bistum. Mit ihrem Aufruf in den Kreis­deka­naten Alten­kirchen, Eus­kirchen, Ober­bergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis und Rhein-Sieg-Kreis sowie im Stadt­dekanat Wupper­tal bittet die Stabs­stelle Inter­vention um weitere Unter­stützung bei der Klärung und Auf­arbeitung von Miss­brauchs­fällen. Aus­drück­lich be­stärkt sie mög­liche Be­troffene und Zeugen, sich an die externen An­sprech­personen des Erz­bistums zu wenden.

Während des Pro­zesses vor dem Kölner Land­gericht hatten sich weitere, bis dahin un­be­kannte Be­troffene ge­meldet. Das Erz­bistum bat darauf­hin den Vor­sitzenden Rich­ter die Be­troffenen zu in­formieren, dass diese sich an die un­abh­ängigen An­sprech­per­sonen des Erz­bistums wenden können, um Unter­stützungs- und Hilfs­ange­bote in An­spruch zu nehmen. Diesem An­gebot sind in der Zwischen­zeit erfreu­licher­weise einige Betroffene nach­gekommen.

Das Erzbistum Köln steht den Betroffenen von sexualisier­ter Gewalt gegenüber in der Pflicht, allen Hin­weisen nach­zugehen, um den Sach­verhalt möglichst um­fänglich zu klären. Es nimmt jeden Fall oder Verdacht von sexuellem Miss­brauch und sexual­isier­ter Gewalt sehr ernst und möchte jedem einzelnen Be­troffenen die notwen­dige Hilfe und Unter­stützung zu­kommen lassen. Denn nur durch kon­krete Hin­weise kann jeder (Verdachts-)Fall möglichst um­fassend auf­ge­arbeitet werden.

Aus diesem Grund ermutigt und bittet das Erz­bistum Köln Be­troffene und/oder Zeugen, sich an die unten ge­nannten externen An­sprech­personen zu wenden:

Peter Binot

Ansprechperson für Betroffene von sexuellem Missbrauch
Kriminalhauptkommissar a.D., Psychologischer Berater & Coach