100.000 Euro zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in den Krankenhäusern bereitgestellt

11. Mai 2021 pek210511-bue

Köln. Angesichts der dramatischen Situation in Indien hat der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, in einem Schreiben an den Großerzbischof der Syro-Malankarischen Kirche, Mar Baselios Cleemis, seine Solidarität bekundet und ihn seines Gebetes versichert. Als konkrete Unterstützung leistet das Erzbistum jetzt 100.000 Euro Soforthilfe für Indien. „Es geht jetzt darum, dass möglichst viele der mit Covid-19 infizierten Menschen, vor allem diejenigen aus der armen Bevölkerungsschicht, in die Krankenhäuser zur Behandlung kommen können“, so Kardinal Woelki. „ Wir als Katholiken dürfen die Augen nicht vor der Verantwortung angesichts dieser globalen Herausforderung verschließen."

Die zweite Corona-Welle stellt das Land vor sehr große Herausforderungen, besonders im öffentlichen Gesundheits­system. In einer besorgnis­erregenden Entwicklung verzeichnet Indien seit Mitte April einen Anstieg von über 300.000 neuen Covid-19-Fällen und meldete zuletzt über 4.000 Todesfällen innerhalb eines Tages. Dies ist der höchste Anstieg aller Länder der Welt seit Beginn der Pandemie, mit nahezu vertikalen Wachstumskurven. Die wirkliche Zahl der Todesopfer ist wahrscheinlich deutlich höher als die offiziellen Angaben.

Angesichts dieser Situation stellt das Erzbistum Köln eine Soforthilfe von 100.000 Euro bereit. In Zusammenarbeit mit der Caritas Indien kann damit die Anschaffung von Sauerstoff­anreicherungs­geräten für Notfall-Aufnahme-Zentren unterstützt werden. Außerdem gibt es eine direkte Hilfe für drei Krankenhäuser.

„Die Hilfen sollen besonders die drei Krankenhäuser unterstützen, die aktuell große Schwierigkeiten bei der Sauerstoffversorgung haben, nämlich das St. Francis Hospital in Ajmer, das Karunashray Hospital in Sultanpur und das St. Jude's Hospital in Jhansi“, erklärt Nadim Ammann, der die Soforthilfe als Leiter der Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission im Erzbistum Köln koordiniert. „Es wird dringend wichtige Ausrüstung wie Sauerstoff­konzentratoren, Beatmungs­geräte und Bipap-Maschinen (Beatmungsgeräte für Spontanatmung) benötigt“, so Ammann weiter. Je drei der genannten medizinischen Geräte werden für die drei Krankenhäuser gekauft, um mehreren Menschen in der derzeit drastisch wütenden Pandemie zu helfen und somit Leben zu retten. Mit den Gerätschaften können 20 Menschen mehr zur gleichen Zeit versorgt werden.