Drei Fragen an... Pfarrer Peter Beyer:Fahrzeugsegnung vor den Sommerferien
Seit wann gibt es die Fahrzeugsegnung und wie ist die Idee entstanden?
Ich habe Fahrzeugsegnungen zum ersten Mal in Monheim erlebt. Als ich später Kaplan in Pulheim war, gehörte es ganz selbstverständlich dazu, vor den Sommerferien Fahrzeuge zu segnen. Seit ich vor 27 Jahren nach Leverkusen gekommen bin, gibt es diese Tradition auch hier. Die Segnung findet immer vor den Sommerferien statt. In diesem Jahr war sie vor zwei Wochen an einem Samstagabend. Anschließend haben wir noch gemeinsam Würstchen gegrillt – so wird das Ganze zu einer runden Sache.
Wer kommt zur Fahrzeugsegnung?
Die meisten Besucherinnen und Besucher kommen aus der Gemeinde, auch wenn ich aufgrund ihrer Größe längst nicht alle persönlich kenne. Vertreten sind alle Altersgruppen – von ganz jung bis ganz alt. Jeder, dem ein Segen wichtig ist, ist willkommen. Die Fahrzeuge stehen auf unseren beiden Parkplätzen am Pfarrheim und an den Garagen. Nach der Messe spreche ich den Segen aus dem Benediktionale und gehe anschließend mit Weihwasser zu allen Fahrzeugen. Gesegnet wird alles, was Räder hat – also nicht nur Autos, sondern auch Fahrräder.
Tatsächlich hat einmal sogar jemand eine Schubkarre mitgebracht. Warum auch nicht? Wenn jemand seine Gartenarbeit mit dem Segen Gottes tun möchte, ist das doch eine schöne Sache. Manche Autos kommen jedes Jahr wieder, einige wurden schon zum fünften, sechsten oder siebten Mal gesegnet. Und wer ein neues Fahrzeug hat, muss nicht bis zur nächsten Fahrzeugsegnung warten. Ich segne Fahrzeuge und alles andere – immer dann, wenn das Herz es begehrt.
Der heilige Christophorus gilt als Schutzpatron der Verkehrsteilnehmer. Was bedeutet der Segen darüber hinaus?
Das ergänzt sich. Der heilige Christophorus ist der Schutzpatron, von dem wir hoffen, dass er uns auf unseren Wegen begleitet. Der Segen Gottes ist darüber hinaus das deutliche Zeichen, dass Gott selbst seine schützende Hand über uns hält. Dabei geht es nicht nur darum, dass uns nichts passiert. Der Segen soll uns auch helfen, achtsamer und sensibler im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Für Fahrräder gibt es übrigens eine eigene Segnung zu Beginn des Stadtradelns. Die Fahrräder von Kindern werden häufig schon im Kindergarten von mir gesegnet und mit einem Christophorus-Aufkleber versehen.
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