Erzbistum Köln – Kölner Dom – Pontifikalrequiem mit Kardinal Woelki

20. August 2018 Newsdesk/mth, Je

Köln. Am Montagvormittag haben tausende Gläubige im Kölner Dom Abschied von dem verstorbenen Weihbischof Manfred Melzer genommen. „Unser Herz ist voller Trauer. Wir verlieren mit Manfred Melzer einen lieben Freund, einen lieben Mitbruder und engagierten Seelsorger,“ sagte Rainer Maria Kardinal Woelki, der dem Requiem als Hauptzelebrant vorstand.

Der Kölner Erzbischof betonte, dass Manfred Melzer insbesondere junge Menschen mit dem was er zu sagen hatte und wie er es sagte, ansprechen konnte, was bei zahlreichen Firmungen deutlich wurde. Außerdem begleitete er viele Domministranten, von denen einige den Weg zum Priestertum gefunden haben, so Kardinal Woelki. Dem Pontifikalrequiem ging eine lange Prozession von der Marienkapelle an der Burgmauer bis zum Kölner Dom voraus.

Neben Kardinal Woelki nahmen an Trauergottesdienst und Bestattung unter anderem auch der Berliner Erzbischof Heiner Koch und der Aachener Bischof Helmut Dieser teil, sowie zahlreiche Weihbischöfe, die Domkapitulare, Ordensleute, Seminaristen und die Familie des Verstorbenen.

Video: Aufzeichnung des Pontifikalrequiems (Dauer: ca. 2 Stunden)

Bischof Hofmann würdigt Melzers Hilfsbereitschaft und Versöhnungswillen

Auf persönliche Bitte von Manfred Melzer predigte im Requiem sein langjähriger Freund Friedhelm Hofmann, der emeritierte Bischof von Würzburg. Hofmann würdigte den verstorbenen Manfred Melzer als äußerst hilfsbereiten Menschen. „Weihbischof Melzer war jederzeit bereit, dort zu helfen, wo Not war. Kein Einsatz war ihm zu schwer und zu hart.“

Als besonderes Anliegen Melzers kennzeichnete Hofmann das Thema Versöhnung: „Manfred Melzer lag versöhnliches Miteinander am Herzen und so war es ihm eine große Freude, dass er als Bischofssekretär die Aussöhnung zwischen der deutschen und polnischen Kirche mit begleiten und erleben konnte. Damals lernte er Kardinal Carol Wojtyla persönlich kennen. Der Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1980 war dann wohl ein besonderer Höhepunkt für Manfred Melzer.“

Melzer blieb Menschen nahe: Beichte hören mit Sauerstoffflasche

Melzer habe sich auch durch seine Krankheit, die er innerlich angenommen habe und im Bewusstsein der Nachfolge Christi ertragen habe, nicht zurückgezogen. „Trotz der Jahre voller Einschränkungen und Schmerzen war er immer den ihm anvertrauten Menschen nahe und ließ in seiner Hilfsbereitschaft nicht nach. Bis kurz vor seinem letzten Krankenhausaufenthalt war es ihm wichtig, noch im Beichtstuhl des Domes für die Menschen da zu sein. Selbst wenn er diesen Dienst nur mit Hilfe einer Sauerstoffflasche bewältigen konnte.“ sagte Friedhelm Hofmann in seiner Predigt.

Wenn der verstorbene Weihbischof heute ins Grab gelegt wird, bleibt die feste Hoffnung auf die Auferstehung in Christus. „Der sterbliche Körper wird – wie das Weizenkorn – in die Erde gelegt, damit er zu neuem Leben aufbricht. Von einem der vielen Engelgestalten hier im Dom hören wir gleichsam den Ruf am leeren Grab: «Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.» (Lk 24,5f.)“

Video: Predigt von Bischof em. Friedhelm Hofmann

Im Anschluss an das Requiem wurde Weihbischof Manfred Melzer auf dem Domherrenfriedhof von Dompropst Gerd Bachner beigesetzt.

Totenbildchen bestellen

Privatpersonen können Gedenkbildchen des verstorbenen Weihbischofs Melzer per E-Mail unter info@erzbistum-koeln.de bestellen. 

 

Der emeritierte Weihbischof Manfred Melzer war am 9. August nach langer, schwerer Krankheit in Frechen gestorben. Manfred Melzer wurde 74 Jahre alt.