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Das diesjährige Motto lautete „Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“:Internationaler Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag 2026 im Kölner Dom

Soldatengottesdienst 2026
Datum:
22. Jan. 2026
Von:
pek260122-vst
Hunderte Soldatinnen und Soldaten, aber auch Polizistinnen und Polizisten besuchten anlässlich des Weltfriedenstages am Donnerstag, 22. Januar, den Gottesdienst im Kölner Dom. Das Pontifikalamt feierte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

Köln. Hunderte Soldatinnen und Soldaten sowie Polizistinnen und Polizisten besuchten anlässlich des Weltfriedenstages am Donnerstag, 22. Januar, den Gottesdienst im Kölner Dom. Das Pontifikalamt feierte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg, von Organist Hoonbyeong Chae und dem Projektchor des Katholischen Militärdekantes Köln gestaltet.
Mit „‘Shalom‘, ‚Salam‘, ‘Der Friede sei mit euch‘ – sich gegenseitig den Frieden zu wünschen, gehört zu den ältesten Grußformeln überhaupt“ eröffnete Kardinal Woelki den Gottesdienst und fasste das Thema des Gottesdienstes direkt zusammen. Angesichts der aktuellen Krisen sprach Woelki von einer „Zerreißprobe“ und betonte: „Es ist gut und wichtig miteinander zu sprechen und für den Frieden zu ringen. Es ist ebenso wichtig, dass wir als Christen das tun, was wir tun können: für den Frieden beten.“ 

Vereinbarkeit von Christsein und Militär

In seiner Predigt sprach Kardinal Woelki darüber, wie es sich vereinen lasse, als Christ in der Bundeswehr zu dienen, da das Christentum doch für den Frieden stünde. Er betonte: „Krieg und Gewalt, liebe Schwestern, liebe Brüder, entsprechen niemals dem Willen Gottes.“ Kriege als ‚Heilige Kriege‘ zu bezeichnen und damit Gewalt zu rechtfertigen, bezeichnete der Kölner Erzbischof als „Perversion“. Die Frage, ob Christentum und militärische Verteidigung sich vereinbaren ließen, befürwortete er und führte aus: „Es gibt Umstände, in denen es geboten sein kann, das eigene Leben oder das anderer auch militärisch zu verteidigen und zu schätzen. Aber dazu, dass Soldaten wirklich Christen sind und Christen guten Gewissens Soldaten sein können, gehört mehr als ein gerechter Grund, sich zu wehren. […] Alle Christen – auch und gerade die in Uniform – sind berufen, immer und überall Friedensbringer zu sein.“

Botschaft von Papst Leo XIV. zum Weltfriedenstag

Den 59. Weltfriedenstag stellte Papst Leo XIV. unter das Motto „Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“. Er betont, dass Frieden nicht als fern oder unerreichbar betrachtet werden dürfe. Frieden sei mehr als ein Ziel – er sei bereits gegenwärtig und ein Weg, der als Grundsatz das Handeln und die Entscheidungen der Menschen leiten solle. Auch Kardinal Woelki griff die Worte von Papst Leo XIV. in seiner Predigt auf: „Einem Frieden, der tiefer ist, als politische Verträge oder militärische Sicherungen je können. Es ist der Friede, der im Herzen beginnt und von dort aus die Welt dauerhaft und nachhaltig verwandeln kann.“ Weitere Themen in der Botschaft des Papstes waren innerer und zwischenmenschlicher Frieden, gewaltfreies Handeln nach dem Vorbild Jesu sowie die kritische Auseinandersetzung mit militärischer Aufrüstung.

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