Statement – Weihbischof Rolf Steinhäuser – Dialog und Begegnung der Religionen

4. Februar 2021 Newsdesk/WBSt

Weihbischof Rolf Steinhäuser gibt folgendes Statement zum weltersten Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen:

"Den 4. Februar haben die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen ausgerufen. Inzwischen gibt es ja zahllose internationale Gedenktage. Aber dieser Gedenktag hat einen sehr besonderen Hintergrund. Auf den Tag genau vor zwei Jahren kamen Papst Franziskus und der islamische Groß-Imam Ahmad Al-Tayyeb, Direktor der sunnitischen al-Azhar Universität in Kairo, in Abu Dhabi zusammen, um feierlich das Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen zu unterzeichnen.

Dieses Dokument ist für die Völkerfamilie so wichtig, dass die Uno die Idee der Geschwisterlichkeit aller Menschen mit einem eigenen Gedenktag ehren und in Erinnerung rufen will.

Papst Franziskus schreibt zu diesem Tag:

„Bei dem brüderlichen Treffen mit dem Groß-Imam Ahmad Al-Tayyeb, an das ich mich freudig erinnere, erklärten wir mit Festigkeit, dass die Religionen niemals zum Krieg aufwiegeln und keine Gefühle des Hasses, der Feindseligkeit, des Extremismus wecken und auch nicht zur Gewalt oder zum Blutvergießen auffordern.“

In seiner jüngsten Enzyklika Fratelli Tutti sagt uns Papst Franziskus: „Um auf dem Weg des freundschaftlichen Umgangs und der universalen Geschwisterlichkeit voran zu kommen, muss es zu einer grundlegenden, wesentlichen Erkenntnis kommen. Es muss ein Bewusstsein dafür entstehen, was ein Mensch wert ist – immer und unter allen Umständen. Die Liebe zum anderen drängt uns, das Beste für sein Leben zu wollen.“

Ich lade Sie ein, den Blick auf unsere Geschwister zu richten und mit ihnen gemeinsam denen zu helfen, die Hilfe brauchen."