Erzbistum Köln stellt mehr als 20 Millionen Euro für globale Hilfsprojekte zur Verfügung:Jahresbericht Weltkirche 2024

Mehr als 20 Millionen Euro hat das Erzbistum Köln im Jahr 2024 in weltweite Projekte investiert, in denen wirksame Begegnungen und Vernetzungen geschaffen wurden. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Bereichs Weltkirche & Dialog hervor, der die Bandbreite des kirchlichen Engagements im Erzbistum Köln verdeutlicht: von zwei Radiomissionen in Asien und Afrika, über ein neues Glaubenszentrum in Südamerika bis hin zu bewegenden Eindrücken aus der Ukraine – in mehr als 100 Ländern wurden im vergangenen Jahr Projekte unterstützt, die Menschen miteinander verbinden und ihnen neue Perspektiven eröffnen.
"Begegnung ist weit mehr als eine beiläufige Geste. Sie ist das Fundament von Frieden, Verständigung und Glauben", betont Nadim K. Ammann, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche & Dialog. "Unsere Projekte zeigen, dass Kommunikation und Dialog dort Zukunft schaffen, wo äußere Umstände oft bedrückend sind."
Medien als Brückenbauer
Ein entscheidender Dienst am Dialog wird besonders durch mehrere internationale Medienprojekte geschaffen, die die Menschen in schwierigen Lebenslagen erreichen. Radio Veritas Asia etwa verbindet seit Jahrzehnten Gläubige in ganz Asien – heute mehr denn je über digitale Kanäle. Sprachprogramme, Bildungsformate und seelsorgliche Angebote werden dort zu „Sakramenten der Begegnung“, wie Programmdirektor Father John Mi Shen im Bericht schildert.
Auch im Libanon wird Sprache zur Kraftquelle: Das Storytelling-Projekt "Lebanon, Our Story" brachte junge Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. Die dort entstandenen Erzählungen erreichten Millionen Zuschauer und halfen, festgefahrene Vorurteile abzubauen. "Geschichten können Mauern einreißen", bilanziert der SAT-7 geschäftsführende Direktor Kurt Johansen.
Kleiner Einsatz, große Wirkung
Wie auch technische Hilfe unmittelbare Veränderungen bringt, zeigt der Blick nach Togo: Mit Unterstützung des Erzbistums konnte der christliche Sender Radio Maria Sainte Thérèse ein hybrides Solarsystem installieren – ein Meilenstein für die Sendesicherheit in einem Land mit häufigen Stromausfällen. Seither ist der Sender wieder fester, verlässlicher Begleiter für tausende Hörerinnen und Hörer.
Orte, an denen Leben aufblüht
Andere Projekte stärken Gemeinschaft vor Ort: In Montenegro bietet das Don-Bosco-Zentrum Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum zum Lernen, Spielen und Wachsen. In Peru ist inmitten einer wüstenartigen Region ein Spiritualitätszentrum entstanden, das nicht nur geistlich, sondern auch ökologisch neue Wege geht – mit über 2.000 gepflanzten Bäumen und zahlreichen Bildungsangeboten.
Verbundenheit trotz Krieg
Besonders bewegend sind die Eindrücke der Delegationsreise in die Ukraine. Besuche in zerstörten Städten wie Butscha, Treffen mit Hinterbliebenen und Mitarbeitenden der Caritas machen deutlich, wie wichtig internationale Solidarität bleibt. Seit Kriegsbeginn hat das Erzbistum Köln mehrere Sonderfonds aufgelegt und über 1,4 Millionen Euro für Projekte in der Ukraine und ihren Nachbarländern bereitgestellt.
Ein Jahr der Partnerschaften – und ein Ausblick
2024 stand zudem im Zeichen zweier großer Jubiläen: Die 70-jährige Partnerschaft Köln-Tokio wurde mit gegenseitigen Besuchen, geistlichen Impulsen und starken Signalen der Verbundenheit gefeiert. Besonders bewegend ist die letzte Begegnung einer Delegation mit Pater Franz-Josef Mohr SJ, der die gemeinsame Diözesanpartnerschaft in Tokio maßgeblich aufgebaut und mitgestaltet hat. Darüber hinaus wurde 50 Jahre Interreligiöser Dialog im Erzbistum Köln mit einer multireligiösen Feier im "Garten der Religionen" gefeiert – ein hoffnungsvoller Weg für die Zukunft.
Im Jahr 2026 steht ein weiteres großes Jubiläum für den Bereich bevor: Vom 2. bis 4. Oktober 2026 wird "50 Jahre Weltkirche" mit einem großen, weltkirchlichen Fest gefeiert.
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