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Kardinal Woelki: "Jeder braucht Trost auf seine Weise"

11. Juni 2018; Daniela Egger

Fotos ►

Malteser Wallfahrt nach Kevelaer_Pilger mit Kardinal Woelki Pilger kommen mit Bussen an

 „Warum lieben wir diesen Ort? Weil wir an diesem Ort Trost erfahren“. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, der die Diözesanwallfahrt der Malteser im Erzbistum Köln zum ersten Mal anführte, sprach die vielen kranken und behinderten Wallfahrer direkt an: „Wir kommen zur Trösterin der Betrübten. Wir Menschen leben davon, dass wir Trost erfahren dürfen. Weil ihn jeder auf seine Weise braucht,“ so seine Worte in der Predigt.

 

"Trösterin der Betrübten"

Mehr als 1.000 ältere, kranke und behinderte Menschen sowie Helferinnen und Helfer der Malteser aus dem ganzen Erzbistum Köln waren am Samstag zum 34. Mal zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ im Marienwallfahrtsort Kevelaer gepilgert. Aus zahlreichen Orten im ganzen Bistum machten sich die Pilgerinnen und Pilger auf den Weg nach Kevelaer. Organisiert und betreut wurde ihre Reise von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der verschiedenen Malteser-Ortsgruppen im Bistum.

 

Für viele ältere Teilnehmer ist die Kevelaer-Wallfahrt der Malteser eine der wenigen Möglichkeiten, ihre Sorgen für einige Stunden hinter sich zu lassen und ihren Glauben in Gemeinschaft zu feiern. Eine ältere Dame aus Langenfeld freute sich, nun doch zum 12. Mal dabei sein zu können, ging es ihr doch in den Tagen zuvor nicht gut und sie fürchtete nicht mitfahren zu können.

 

Gemeinsames Mittagessen aus der Feldküche

Im Anschluss an das Pontifikalamt traf sich die Pilgergemeinschaft im Forum Pax Christi beim gemeinsames Mittagessen aus der Feldküche der Malteser. Ein ganz besonderer Einsatz war die diesjährige Wallfahrt für fünf Helfer aus Meckenheim, Neuss und Elsdorf. Drei Wochenenden lang hatten sie sich im Feldkochlehrgang von den erfahrenen Malteserköchen Christian Löllgen, Stefan Veiser und Thomas Wimmer ausbilden lassen. Im Rahmen der Kevelaer-Wallfahrt hatten sie nun ihre Abschlussprüfung und unterstützten die Küchenteams aus Meckenheim, Neuss und Langenfeld. In vier Feldküchen bereiteten sie rund 1.200 Portionen Rindergulasch mit Rahmwirsing und Petersilienkartoffeln für das Mittagessen zu. Bei der Abschlussandacht im Forum Pax Christi erhielten sie neben der Feldkochurkunde aus den Händen von Diözesan- und Wallfahrtsleiter Albrecht Prinz von Croÿ einen kräftigen Applaus der ganzen Pilgergemeinschaft, der es sichtlich geschmeckt hatte.

 

Nur das Engagement vieler Helferinnen und Helfer macht eine Wallfahrt wie diese möglich. Rund 480 Malteser waren im Einsatz für die rund 600 Pilgerinnen und Pilger. Die Malteserwallfahrt ist die größte Wallfahrt aus dem ganzen Bistum nach Kevelaer und eine mehr als 30-jährige Tradition der Malteser im Erzbistum Köln. Der Leitgedanke der Wallfahrtszeit 2018 lautet: „Suche Frieden“.

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