24. April 2019 (pek190424-nh)

Köln. Am Weißen Sonntag, dem 28. April, und in den folgenden Wochen nach Ostern werden im Erzbistum Köln insgesamt rund 15.000 Jungen und Mädchen in ihrer Gemeinde zur Erstkommunion gehen. Für die Kinder bedeutet dies, dass sie zum ersten Mal in einer Messe die heilige Kommunion empfangen dürfen. Nach katholischem Verständnis werden die Hostien (lateinisch für „Opfer“) und der Wein zum Leib und zum Blut Christi verwandelt und damit zur „Kommunion“ („Gemeinschaftsmahl“ ).

 

In seinem Wort des Bischofs weist Rainer Maria Kardinal Woelki auf die besondere Bedeutung des „ Weißen Sonntags“ hin. „Mit dem Empfang der Ersten Heiligen Kommunion am ‚Tisch des Herrn‘ beginnt ein wichtiger neuer Lebensabschnitt als Christ“, sagt der Erzbischof im Kölner Domradio. „Denn bei der Aufnahme in die Kirche durch die Kindstaufe bezeugen noch die Eltern den Glauben, stellvertretend für ihr Kind. Selbst die heilige Eucharistie zu empfangen bedeutet, ein eigenes ‚Ja‘ zu sprechen – und zu bezeugen: Ich gehöre zu der Gemeinschaft, die Jesus selber stiftet – zur Gemeinschaft, die Christus, der Herr, selber um seinen Tisch versammelt. Das erste gesprochene ‚ Amen‘, wenn man zum ersten Mal die heilige Kommunion empfängt, wird so zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg in einen erwachsenen, mündigen Glauben!“

 

Kardinal Woelki dankt in seinem Bischofswort den vielen in der Kommunionvorbereitung engagierten Ehrenamtlichen und sendet den Kommunionkindern, ihren Eltern, Familien und Freunden seine Glück- und Segenswünsche: „Allen Kommunionkindern wünsche ich, dass ihr diesen Tag als etwas Besonderes und Feierliches in Erinnerung behaltet. Weil die Familien zusammenkommen und vielleicht auch, weil es Geschenke gibt. Das größte Geschenk dieses Tages aber macht Euch Jesus selber: Ihr seid nämlich von nun an Sonntag für Sonntag eingeladen an seinen Tisch.“

 

Der Sonntag nach Ostern, der sogenannte „Weiße Sonntag“ (lateinisch: dominica in albis) verdankt seinen Namen den weißen Gewändern, welche die in der Osternacht neugetauften Christen früher von der Osternacht bis zu jenem Sonntag trugen. Die Farbe Weiß steht für Reinheit und Reinigung und ist ein Zeichen für den in Christus neu geborenen Menschen. Bis heute bildet dieser Sonntag den Abschluss der Osteroktav, der sogenannten „Weißen Woche“.

 

Video: Wort des Bischofs zum Weißen Sonntag