Patrozinium in Wissen:Kardinal Woelki feiert erste Heilige Messe nach Wiedereröffnung der Pfarrkirche Kreuzerhöhung

In den frühen Morgenstunden des 10. Februar 2023 wurde in die Pfarrkirche Kreuzerhöhung in Wissen im Kreis Altenkirchen eingebrochen, Kirchenbänke zusammengeschoben und Feuer gelegt. Der barocke Hochaltar, der gemeinsam mit den Malereien von Peter Hecker ein Gesamtkunstwerk gebildet hatte, wurde unwiederbringlich zerstört.
Bereits am Tag der Brandstiftung hatte sich Kardinal Woelki bei Kreisdechant und Pfarrer Martin Kürten gemeldet, um sich nach dem Zustand der Kirche zu erkundigen. Wenige Tage später besuchte er die Gemeinde, feierte mit ihr die Heilige Messe und sicherte die Unterstützung des Erzbistums bei der Wiederherstellung des schwer beschädigten Gotteshauses zu. Nun kehrte er zum Fest der Kreuzerhöhung, dem Patrozinium der Kirche, zurück.
Heilige Messe in der Pfarrkirche Kreuzerhöhung
Am Sonntag, 20. September 2026 feierte Kardinal Woelki gemeinsam mit der Gemeinde um 11 Uhr die Heilige Messe zum Fest der Kreuzerhöhung in der Pfarrkirche in Wissen. Dass Messe und Patrozinium wieder am angestammten Ort gefeiert werden konnten, war für die Gemeinde ein besonderer Moment. Unter der großen Kuppel spürte man die Freude über die Rückkehr in die Pfarrkirche.
Zu Beginn der Messe dankte Kardinal Woelki allen an der Sanierung Beteiligten. „Heute feiern wir ein besonderes Fest: den Namenstag eurer Kirche“, sagte der Erzbischof an die Kommunionkinder in der ersten Bank gerichtet.
In seiner Predigt ging Kardinal Woelki auf das Tagesevangelium ein und appellierte zum Schluss: „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben Jesu entspricht.“ Und weiter: „Es würde Ihre Gemeinde verändern und erneuern.“
Kreisdechant Martin Kürten sprach im Anschluss mit den Kommunionkindern über das Fest der Kreuzerhöhung und erklärte: „Das Kreuz ist nicht das Zeichen des Todes, sondern das Zeichen, dass Gott euch liebt.“
Offenes Gespräch mit der Gemeinde
Im Anschluss an die Heilige Messe suchte der Erzbischof das offene Gespräch mit den Gemeindemitgliedern. Die Themen der Menschen waren dabei vielfältig und reichten von lokalen Themen aus der Gemeinde bis zu grundsätzlichen Fragen des Glaubens.
Ein Stück Heimat für viele
Beim anschließenden Beisammensein im Bürgertreff betonte Kreisdechant Kürten, für wie viele Menschen die Pfarrkirche Kreuzerhöhung ein Stück Heimat sei. „Deswegen ist die Freude der Menschen sehr groß, dass sie endlich wieder in ihre Kirche können.“
Kardinal Woelki teilte diese Freude und zeigte sich dankbar, dass die Gemeinde vor Ort in einer renovierten Kirche wieder gemeinsam Gottesdienst feiern kann. Mit Blick auf den Austausch mit der Gemeinde nehme er vor allem die Suche nach einer lebendigen Kirche mit und freue sich, „dass wir hier Antworten geben und finden können, einen Weg zu gehen zu einer lebendigen, missionarischen Gemeinde.“
Von 2019 bis 2022 war die Kreuzerhöhungskirche bereits aufwendig innensaniert worden – die Wand- und Gewölbemalereien sowie Skulpturen waren mit großem Engagement restauriert worden. Nach dem Brand mussten viele dieser Arbeiten erneut geleistet werden. Am 4. Oktober steht mit der Weihe der neuen Orgel das nächste wichtige Ereignis für die Gemeinde an.
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