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„Gesalbt, nicht angeschmiert“:Kardinal Woelki firmte 30 Jugendliche in Langenfeld

Kardinal Woelki firmt 30 Jugendliche in Langenfeld am 5. März 2026
Datum:
6. März 2026
Von:
Newsdesk/bto
Am 5. März spendete der Kölner Erzbischof in Langenfeld 30 jungen Menschen in der Kirche St. Josef das Sakrament der Firmung. Nach der Festmesse blieb noch Zeit für ein Gespräch mit Kardinal Woelki.

„Ganz schön cool“ findet es Lea Rave, dass sie vom Kardinal höchstpersönlich gefirmt wird. Aufregend sei das – auch weil sie im Gottesdienst eine Fürbitte zu sprechen habe. Außerdem freut sich die 16-Jährige sichtlich auf die geplante Begegnung mit dem Gast aus Köln im Anschluss an die Festmesse in St. Josef. Denn bei dieser Gelegenheit hofft sie, vom Kölner Erzbischof ein „Autogramm“ zu ergattern.

Jedenfalls hat sie für eine solche Widmung ihr dickes Glaubensbuch „Mein Lebensentwurf“, das Pfarrer Professor Alexander Krylov eigens für die Firmlinge seiner Gemeinde im vergangenen Jahr konzipiert hat, mit zur Firmung gebracht. „Richtig gut und sehr hilfreich“ sei das bei der mehr als halbjährigen Vorbereitung auf den Empfang dieses Sakraments gewesen, schwärmt Lea. Inhaltlich kreise es um „meine Beziehung zu Gott“ und darum, den eigenen Glauben auch im Alltag aus christlicher Perspektive zu leben.

Zwölf Themenbereiche laden dazu ein, sich selbst, die Welt, den Glauben und die katholische Kirche besser kennenzulernen – daher gilt das Buch auch unabhängig vom Empfang der Firmung als eine Leseempfehlung für Teenager. Kreative Aufgaben und interaktive Methoden werden durch Impulse von Bischöfen und Kardinälen – darunter auch einer von Kardinal Woelki – sowie durch Zeugnisse von Theologen und Personen des öffentlichen Lebens aus aller Welt ergänzt. Auf vielen Seiten, die zum Ausfüllen gedacht sind, ist Platz für eigene Gedanken. Woche um Woche hat sich Lea in ihrem Firmunterricht damit auseinandergesetzt, viele Anregungen bekommen.

Gefragtes Fotoobjekt

Und so stehen in der Tat nach der Firmung die Jugendlichen im Altarraum noch lange um den Erzbischof, um ihn um seine Signatur für diese Publikation zu bitten oder mit ihm zum Andenken ein Selfie für die Follower in den sozialen Medien zu machen. Der Kardinal als gefragtes Fotoobjekt – bei solchen Anlässen gehört das mittlerweile dazu, was Woelki stets mit einem gelassenen Schmunzeln quittiert. Geduldig stellt er sich immer wieder in die Mitte kleiner und größerer Gruppen und begegnet den Wünschen der jungen Leute und ihrer Familien, mit denen er dabei ungezwungen das Gespräch sucht, mit erfrischender Heiterkeit und Offenheit.

Freundlich geht er auf die Menschen zu, zeigt „ehrliches Interesse“, wie ihm Firmling Ben Peters in seiner Dankansprache vor dem Schlusssagen ausdrücklich bescheinigt. Dem 18-Jährigen fällt an diesem Tag zu, alle diejenigen zu würdigen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben – und das sind in allererster Linie Pfarrer Krylov, „der uns von Anfang an mit seinen persönlichen Impulsen und seiner Ermutigung auf unserem Weg begleitet hat“, aber eben auch der Kardinal, dem die Jugendlichen vorab Briefe geschrieben hatten, in denen sie von ihrer Motivation, sich firmen zu lassen, berichteten und die wiederum Woelki bei seiner Begrüßung eigens als Glaubenszeugnisse würdigt. „Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch von Gott mit dem Heiligen Geist beschenken lasst und dass Ihr mit der Firmung in diesem Glauben Heimat findet“, betont er.

„Gesalbte – das ist unser Eigenname“

In seiner Predigt stellt er die Bedeutung der Salbung mit dem kostbaren Chrisam-Öl heraus. Anders als Cremes, die für die vordergründige Beseitigung von Fältchen und frisches Aussehen sorgen sollten, gehe eine solche Salbung unter die Haut, argumentiert Woelki. Er kokettiert mit einem eingängigen Wortspiel, als er feststellt: „Christen sind in Taufe und Firmung Gesalbte – und nicht Angeschmierte. Gesalbte – das ist unser Eigenname.“ Und was daraus erwachse, sei Balsam für die Seele. Wie sehr erst aber sei dann Gott selbst Balsam, der mit dem Geschenk des Heiligen Geistes zum Leben befreie, ruft er der Gemeinde entgegen.

Und wer sich dafür entscheide, wer für ein Leben mit dem Heiligen Geist stehe, der stehe für Menschenfreundlichkeit, Güte, Treue, Geduld, Authentizität, Barmherzigkeit und Frieden – allesamt Früchte des Heiligen Geistes und als solche in der Schrift benannt. Gott habe in der Taufe sein „Ja“ gesprochen, das mit der Firmung bekräftigt werden müsse, so Woelki. „Wer sich in seinem Leben für das Wirken des Heiligen Geistes aufschließen lässt, der ist nicht angeschmiert“, wiederholt er noch einmal und wünscht abschließend allen Firmlingen, dass ihr „Glaubensweg in Gottes guten Händen geborgen bleibt.“

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