Erzbistum Köln stellt 110.000 Euro Soforthilfe bereit und bittet um Spenden:Kardinal Woelki ruft zu Frieden im Libanon auf

Köln. Kirchliche Partner vor Ort leisten unter schwierigsten Bedingungen Nothilfe, insbesondere durch Lebensmittelpakete und Gutscheinsysteme für den täglichen Bedarf. Dennoch bleibt der Bedarf immens.
Kardinal Woelki erklärt dazu:
„Die Gewaltspirale im Libanon dreht sich immer weiter – und die Leidtragenden sind unschuldige Menschen. Familien verlieren erneut ihr Zuhause, ihre Lebensgrundlage und ihre Hoffnung auf eine sichere Zukunft. Dass so viele Menschen dennoch an ihrer Heimat festhalten, verdient unseren tiefen Respekt. Doch niemand darf gezwungen sein, zwischen Flucht und Lebensgefahr wählen zu müssen.
Ich appelliere eindringlich an alle Verantwortlichen: Beenden Sie die Angriffe! Geben Sie dem Frieden eine Chance. Nur durch ernsthafte Verhandlungen kann die Grenze zwischen Israel und dem Libanon dauerhaft gesichert und weiteres Leid verhindert werden. Gewalt schafft keinen Frieden – sie vertieft nur die Wunden. Das gilt für diesen Krieg wie auch für den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.
Unser Gebet gilt allen Betroffenen. Zugleich bitte ich die politisch Verantwortlichen, alles zu tun, um eine weitere Eskalation zu verhindern.“
Nach aktuellen Berichten sind infolge der militärischen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah inzwischen rund 700.000 Menschen auf der Flucht – viele von ihnen bereits zum wiederholten Mal, nachdem sie schon in den Jahren 2024 und 2025 ihre Heimat verloren hatten.
Die Lage wird zusätzlich verschärft durch die weitreichende Zerstörung von Infrastruktur und kirchlichen Einrichtungen. Bereits in den vergangenen Jahren wurden mindestens 17 Kirchen und Gemeindezentren beschädigt oder zerstört. Ein durch das Erzbistum Köln unterstütztes Wiederaufbauprojekt musste aufgrund der erneuten Kämpfe vorerst ausgesetzt werden.
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