Zahlen stark von Corona-Pandemie beeinflusst

14. Juli 2021 pek210714-kli

Erzbistum Köln. Ende 2020 gehörten 1.868.567 Katholiken zum Erzbistum Köln. Das sind 37.335 weniger als im Jahr davor. Der Rückgang setzt sich zusammen aus 17.281 Kirchenaustritten (2019: 24.298) sowie der Differenz zwischen den Sterbefällen (27.220) und den Taufen (7.845, 2019: 13.438). 

Im Jahr 2020 sind im Erzbistum somit 19.375 mehr katholische Personen verstorben, als im selben Zeitraum durch die Taufe in die Kirche aufgenommen wurden. Die Zahl der Eintritte und Wiederaufnahmen belief sich auf 169 (248) bzw. 444 (573). Das geht aus der kirchlichen Statistik des Erzbistums Köln für das Jahr 2020 hervor, die jetzt vorliegt. 

Dr. Oliver Schillings, kommissarischer Pressesprecher des Erzbistums Köln, äußerte sich zu den Ergebnissen der Statistik: "Die Zahlen verdeutlichen, wie stark sich die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr – unter anderem durch abgesagte und verschobene Tauf- und Hochzeitsfeiern sowie die Einschränkungen bei der Feier öffentlicher Gottesdienste – auf das kirchliche Leben ausgewirkt hat."

Besonders deutlich zeigt sich dies an der Zahl der kirchlichen Trauungen, die auf 956 zurückging (2.950). Das Sakrament der Firmung empfingen 5.159 Personen (7.820). 11.696 Kinder gingen zur Erstkommunion (14.041). Die Zahl der kirchlichen Bestattungen ist 2020 gegenüber dem Vorjahr leicht auf 18.547 gesunken (18.722). Die Differenz zu den Sterbefällen kommt dadurch zustande, dass nicht alle verstorbenen Katholiken auch katholisch bestattet wurden. 

2020 nahmen durchschnittlich 89.909 Personen an den Sonntagsgottesdiensten einschließlich der Vorabendmessen teil (150.485). Das entspricht rund 4,8 Prozent der Katholiken im Erzbistum Köln (7,9). Auch die stark gesunkene Anzahl der Gottesdienstbesucher ist vor allem auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückzuführen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.erzbistum-koeln.de/kirchenstatistik