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Erzbistum Köln - Mehr Kirchenaustritte - 2,06 Millionen Katholiken:Kirchenstatistik für 2013 bundesweit veröffentlicht

Datum:
18. Juli 2014
Von:
StA Kommunikation/ pek
Erzbistum Köln - Mehr Kirchenaustritte - 2,06 Millionen Katholiken

Erzbistum Köln. Gemeinsam mit den anderen deutschen Bistümern, hat das Erzbistum Köln heute die Kirchenstatistik für das Jahr 2013 veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Kirchenaustritte im vergangenen Jahr auch im mitgliederstärksten Bistum Deutschlands gestiegen. Ende des Jahres 2013 lebten im Erzbistum Köln 2.056.173 Katholikinnen und Katholiken in den 529 (2012: 546) Pfarreien der 180 (182) Seelsorgebereiche. Die Austritte beliefen sich auf 17.012 (10.547), während 278 (316) Eintritte zu verzeichnen waren. „Ich bin ich als Diözesanadministrator über jeden Austritt traurig, mit dem ein Mensch seine Distanz zur Kirche und deren Sinnangeboten offen bekundet“, erklärte der derzeitige Leiter des Erzbistums Stefan Heße. Als Ursache für den Anstieg der Zahlen nennt das Erzbistum unter anderem die skandalösen Vorgänge um Tebartz-van Elst. Diözesanadministrator Heße betont, das Erzbistum hätte aus dem Fall Konsequenzen gezogen: „Im Bereich der Finanzen wurden wir noch transparenter und haben durch die Offenlegung von Zahlen schon bewiesen, dass wir Geld und Vermögen der Kirche unseren Zielen entsprechend für die Menschen einsetzen (zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und den Gemeinden des Erzbistums).“ Diözesanadministrator Heße ist besorgt, dass viele Austrittswillige in der Kirche keine Antworten mehr auf ihre Lebensfragen suchen. Mit Papst Franziskus und dem neu ernannten Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki will sich Heße stärker für Arme und Benachteiligte einsetzen und hofft: „Im Einsatz für Arme und Schwache wird unsere Botschaft vom liebenden Gott und eine Antwort auf die Frage nach Sinn sichtbar. In dieser Zeit mit vielen Änderungen und Aufbrüchen hoffe ich so möglichst viele Menschen von der Botschaft Jesu begeistern zu können.“

 

Kirchenaustritte und Sterbeüberhang führten zu einer Verringerung der Katholikenzahl gegenüber dem Vorjahr von zusammen 12.979* Personen (2012: insgesamt 2.069.152 Katholiken). 793 (845) ausgetretene Personen wurden wieder aufgenommen. Erfreuliche Anstiege sind hingegen bei den Firmungen verzeichnet worden. Die Zahlen sind mit 10.517 (2012: 9.800) angestiegen. Die Anzahl der Gottesdienste hat sich im Vergleich zu 2012 nur leicht verändert. An den Zählsonntagen besuchten 190.818 (206.015) Gläubige die 1.498 (1.475) Gottesdienste, das entspricht einem Prozentsatz von 9,28 (9,96) Prozent. Trotz der hohen Zahl an Austritten, wollen sich mehr Menschen kirchlich bestatten lassen. 20.902 (20.199) Verstorbene wurden 2013 beerdigt. Die Taufen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 14.082 (14.430). Im Berichtsjahr gingen zudem 16.023 (16.801) Kinder zur Erstkommunion. Die Zahl der kirchlichen Eheschließungen nahm mit 3.472 (3.683) leicht ab.

 

Der heute veröffentlichten Statistik der Deutschen Bischofskonferenz zufolge, gehörten in Deutschland im letzten Jahr 24.170.754 Bundesbürger der katholischen Kirche an (2012: 24.320.549). Demnach haben die Kirchenaustrittszahlen 2013 mit 178.805 (2012: 118.288) bundesweit zugenommen. Die Zahl der Wiederaufnahmen in die katholische Kirche lag in Deutschland bei 6.980 (2012: 7.193), die Zahl der Eintritte lag im vergangenen Jahr bei 3.062 (3.083).

  

*zur Erläuterung: Zahl ergibt sich aus den beiden genannten und weiteren Faktoren.

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