21. November 2013 (pek 20.11.2013)

Die deutsche Sektion des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (AICA) hat Kolumba zum "Museum des Jahres 2013" gekürt. In der Begründung heißt es, das Museum zeichne sich durch eine "hervorragende Architektur" sowie durch eine "qualitätvolle Sammlung aus, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt". Außerdem gebe Kolumba auch Künstlern eine Öffentlichkeit, "die gemeinhin wenig Medieninteresse gewinnen." Kolumba ist das Kunstmuseum des Erzbistums Köln und wird kuratiert von Stefan Kraus, Marc Steinmann, Ulrike Surmann und Barbara von
Flüe.

 

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner freut sich mit den Verantwortlichen: "Zu der Auszeichnung 'Museum des Jahres' gratuliere ich unserem Museum und namentlich seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich. Kolumba ist jetzt wiederholt ausgezeichnet worden. Für uns ist unser Kunstmuseum aber nicht nur Ausdruck unserer kulturellen Verantwortung, mit dem wir Kunst- und Kulturgegenständen vergangener Epochen eine angemessene Bleibe verschaffen. Es ist vor allem ein offenes Haus, das die Menschen zur Begegnung einlädt: über die Sinnfrage, die uns auch in der Kunst gestellt wird, vorzudringen zum Geheimnis des Glaubens."

 

Auch Kolumba-Direktor Dr. Stefan Kraus ist hoch erfreut: "Mit allen am Projekt Beteiligten freuen wir uns sehr über diese unerwartete Auszeichnung. Sie bestätigt ein individuelles Museumskonzept, das seit Anfang der neunziger Jahre unter dem Titel 'Museum der Nachdenklichkeit' vom Kuratorenteam unter der Leitung von Joachim M. Plotzek entwickelt wurde. Es lieferte ab 1997 die Grundlage für die Bauplanung durch Peter Zumthor, dessen vielfach ausgezeichneter Neubau im September 2007 als Dreiklang von Ort, Architektur und Sammlung eingeweiht werden konnte."

 

Besonders erfreulich sei, dass die Begründung für den Titel "auch den bislang weniger beachteten Sammlungsaufbau würdigt, der sich seit 1990 weitgehend unabhängig vom Kunstmarkt vollzogen hat", so Kraus weiter. Die hierin erreichte Qualität gelang dank zahlreicher Schenkungen und der finanziellen Förderung durch private und öffentliche Hände.  "Durch die Auszeichnung sehen wir eine Museumsarbeit gewürdigt, die durch die Konzentration auf den Ort und auf die Werke der eigenen Sammlung Wege kultureller Nachhaltigkeit jenseits des Eventmarketings aufzeigt."