2. März 2020 Newsdesk/Schoon

In der Düsseldorfer Johanneskirche hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern anderer christlicher Kirchen die traditionelle ökumenische Passionsandacht zum Beginn der Fastenzeit gefeiert. Neben Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, nahmen an der Feier unter anderem auch der kommissarische katholische Stadtdechant von Düsseldorf, Pfarrer Frank Heidkamp, sowie Priester Petrus Beshay von der koptisch-orthodoxen Kirche teil.

„Die Botschaft vom liebenden Herzen Gottes unter die Menschen bringen“

Als Gast in der evangelischen Hauptkirche Düsseldorfs oblag es dem Kölner Erzbischof, über einen Text aus dem Buch Ezechiel (Ez 36,26-27) zur predigen. Nicht nur in biblischer Zeit seien die Herzen der Menschen manchmal verschlossen gewesen, so der Kardinal: „Wie oft haben auch wir unser eigenes Herz bereits verschlossen, unberührbar, versteinert erlebt und auf Erlösung gehofft“. Bei aller Kälte, die Menschen in bestimmten Lebenssituationen erfahren würden, werde allerdings gerade in der Fastenzeit, in der Gott sein durchbohrtes Herz durch seinen leidenden Sohn offenbaren würde, auch eine Zusage sichtbar: Gott lasse niemanden alleine, legte Woelki dar. Sein Herz stehe allen offen. Die Christen seien dazu aufgefordert, die Botschaft vom liebenden Herzen Gottes unter die Leute zu bringen, etwa zu jungen Menschen, die einen Weg für ein beglückendes Leben suchen würden und dieses in einer zunehmend orientierungslos gewordenen Gesellschaft nicht finden. „Wo Menschen so leben, ist der Strom Gottes Liebe übergeflossen zu den Menschen, zu denen wir gesandt sind“, sagte der Erzbischof.