Erzbistum Köln - Pastoraler Zukunftsweg - Tipps für den Alltag

11. Juli 2019 Newsdesk/lmi

Wie kann ich den Pastoralen Zukunftsweg in meinen Alltag integrieren?

Jeder Einzelne von uns hat die Möglichkeit, in seinem Alltag auf vielfältige Weise einen Beitrag zum Pastoralen Zukunftsweg zu leisten – zum Beispiel, indem wir unsere Biblische Grundorientierung stärken:

 

Pastoraler Zukunftsweg - Biblische Grundorientierung (c) EBK

 

Dr. Gunther Fleischer, Leiter der Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule im Erzbistum Köln, gibt konkrete Tipps zum Bibellesen:

Tipp 1: Wenn Du ein biblisches Lieblingswort hast, suche es und lies es in seinem Zusammenhang: eine Woche lang, jeden Tag den ganzen Text - und lass ihn wirken.

Tipp 2 (auch für die Gruppe): Lies einen biblischen Text nach eigener Wahl laut. Nimm einen Vers, und probiere aus, wie er sich verändert, wenn Du ihn unterschiedlich betonst. (Wie klingt z. B. "Mein Gott", wenn du verzweifelt bist, Angst hast, dich freust oder dich langweilst?)

Tipp 3: Nimm einmal nicht ein Evangelium, sondern lies einen überschaubaren Text im Alten Testament: z. B. Jona, Rut (jeweils 4 Kapitel), einen einzelnen Psalm. Und wenn ein Vers besonders zu sprechen anfängt, dann geh mit ihm mindestens eine Woche lang.

Eine weitere Möglichkeit, sich in seinem Alltag auf den Pastoralen Zukunftsweg zu begeben, ist die Beschäftigung mit der eigenen Taufe. Hierzu erläutert Alexander Saberschinsky, Liturgiereferent im Erzbistum Köln:

Sie ist das erste Sakrament und neben der Eucharistie das Wichtigste! Doch mit allen Sakramenten hat sie gemeinsam: Man empfängt sie nicht nur punktuell, sondern muss das, was als Sakrament im Gottesdienst gefeiert wird, im Leben als Gläubiger einholen. Im Hinblick auf die Taufe geht es darum, dass wir mit unserer ganzen Existenz mit Christus verbunden werden: Wir erhalten Anteil an seinem Priestertum (Chrisamsalbung), er umkleidet uns ganz (Taufkleid), er leuchtet uns auf dem Weg unseres Lebens über den Tod hinaus (Taufkerze), und seine Botschaft sollen wir aufnehmen und weitergeben (Effata-Ritus). Was das für den Alltag bedeutet, gilt es täglich neu zu entdecken und umzusetzen. Die folgenden Fragen wollen helfen, diese Spur zu entdecken.

 

Pastoraler Zukunftsweg - Taufbewusstsein (c) EBK