Viel geschafft – Viel zu tun: Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln zieht positive Bilanz

31. März 2022 Betroffenenbeirat

Einbindung in die Priesterausbildung, Mitarbeit am Gutachten, manipulationssichere Aktenführung – der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln blickt auf intensive drei Jahre Arbeit zurück, in denen sich die Mitglieder insgesamt 22 Mal zu Sitzungen getroffen haben. Nichtgerechnet die unzähligen Stunden persönlichen Einsatzes für die Belange der Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch Kleriker des Erzbistums Köln.

Wir haben erreicht, dass die Aktenführung digitalisiert und sicher ist. Wir wurden gehört bei den unabhängigen Untersuchungen. Wir haben die Belange der Betroffenen vor den Priesteramtskandidaten geschildert. Wir haben viel bewegt.

Trotzdem sind weniger als die Hälfte der Forderungen des Betroffenenbeirats bereits umgesetzt.

Wir fordern vor allem, dass für die Betroffenen nach der Meldung der Tat bei der Intervention eine ständige Begleitung durch Fachleute gewährleistet ist. Hier braucht es die bestmögliche Unterstützung, damit die Betroffenen zu dem kommen, was ihnen zusteht.

Wir fordern, dass Betroffene nicht wieder und wieder ihre Geschichten vor Kommissionen schildern müssen, sondern dass uns geglaubt wird. Auch die Kontrolle strafrechtlich gewordener und beschuldigter Kleriker ist noch immer nicht durchgehend gewährleistet.

Besonders beklagt der Betroffenenbeirat, dass das Thema Missbrauch von verschiedenen Gruppierungen für eigene Interessen benutzt wurde. Für den Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln steht besonders der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt und Maßnahmen zur Verhinderung von Straftaten, damit sexualisierte Gewalt verhindert wird.

Die Amtszeit des BB EBK endet regulär am 31. März 2022.